Die australische Notenbank senkt den Leitzins und damit ist sie die erste Zentralbank in den Industriestaaten, die aufgrund der Wirtschaftsschwäche in China und der zu niedrigen Inflationsraten gegensteuert und den Märkten neue Liquidität verabreicht. 

Auch die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung durch die Fed ist gewachsen. Herr Bullart von der amerikanischen Notenbank sagte gestern, dass sich der Ausblick für den Welthandel eingetrübt habe und die Zinskurve ein Signal sende, dass die finanziellen Bedingungen am Kapitalmarkt nicht zufriedenstellen sei. Also die Fed bereitet die Märkte verbal auf eine Zinssenkung vor. Spannend wird es nur, wenn die EZB über ihre bereits angekündigten Langfristtender hinaus jetzt mit der Fed in einen Zinssenkungszyklus eintritt, denn wo sollen die Zinsen am Ende in der Eurozone anders landen als tief im negativen Bereich? 

Der Bund Future hat gestern erneut das Allzeithoch getestet - also wir sind am absoluten Zinstief in Deutschland angelangt. Offenbar gibt es im amerikanischen Kongress unterdessen Bemühungen seitens der Republikaner die Strafzölle gegen Mexiko, die Trump verhängte, aufzuheben. Das wurde im März schon einmal gegen finanzielle Mittel für den Bau einer Mauer zu Mexiko versucht, doch damals legte Trump sein Veto ein. 

Wenn es dieses Mal klappen soll bräuchte es eine Mehrheit im amerikanischen Kongress, dann würde auch das Veto Trumps nichts mehr nützen. Das Problem bei den angedrohten Strafzöllen gegen Mexiko ist, dass das Weiße Haus nicht definiert hat, was Mexiko jetzt genau tun soll, und das weckt die Angst, dass die Strafzölle vielleicht sogar im vollen Umfang kommen werden. 

Technisch geht es jetzt wohl bei einem Überschreiten des gestrigen Tageshochs um einen Test von 11835 Punkten. Ein Überschreiten wäre technisch ein Erfolg für die Käufer, ein Rutsch unter 11661 könnte uns in Richtung 11404 befördern.