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Unter Druck: Goldpreis vor Knall nach unten?

Unter Druck: Goldpreis vor Knall nach unten?

Die Stimmung im Goldpreis (-0,64% auf $1860) ist im Keller. Nachdem schon im September und Oktober und auch Anfang November die Unterstützung bei 1863 Dollar getestet und von überzeugten Goldkäufern verteidigt werden konnte wurden die zwischenzeitlichen Erholungsschwünge nach oben immer schwächer. Nun steht die Unterstützung erneut unter Beschuss. Und abermals liegen die Nerven blank, da nicht sicher ist, ob sie auch dieses Mal halten wird.

Bitcoin mausert sich zur Goldpreis-Alternative

Der Deutsche-Bank-Analyst Jim Reid drückt es so aus: "Es scheint auch eine zunehmende Nachfrage nach Bitcoin zu geben, wo Gold früher zur Absicherung des Dollar-Risikos, der Inflation und anderer Dinge eingesetzt wurde." Wird Gold durch den Bitcoin (+1,4% auf $18019) ersetzt? Vor allem bei jüngeren Generationen scheint der Bitcoin hoch im Kurs zu stehen, sie kaufen den Bitcoin, weil er einfach "sexy" ist - Gold scheint diese Generationen, die durch die Kryptos erst ihren Weg an die Börse gefunden haben, stärker zu begeistern als das Gold.

Tatsächlich gibt es seit dem Halving im Bitcoin einen Grund mehr, die digitale Währung näher zu betrachten. Die Inflationsrate des Bitcoin, gemessen durch die neu geschürften Bitcoin-Einheiten, halbiert sich in regelmäßigen Abständen, das nächste Halving wird in rund 1270 Tagen erwartet. Die letzte Halbierung war erst in diesem Jahr. Seither ist die Inflationsrate im Bitcoin bei unter 2% und sie wird nicht wieder zunehmen, sondern sich immer weiter halbieren - mit jedem Halving um 50%.


Goldpreis gegenüber Bitcoin Kurs seit Dezember 2019, Quelle: CMC Markets

Das ist beim Gold anders: Je höher der Preis steigt, desto mehr Gold kann rentabel geschürft werden. Wenngleich die auf der Erde verfügbaren Mengen an Gold endlich sind, ist es nicht sehr abwegig von einer steigenden Goldproduktion auszugehen, sollten die Goldpreise sich etwa vom jetzigen Niveau verdoppeln. Bereits jetzt sind diese Nachrichten zu lesen, etwa aus Sibirien, wo bis zu 67 Millionen Unzen Gold entdeckt wurden - das größte Goldvorkommen der Welt. Die weltweite Goldminenproduktion könnte 2021 auf einen Rekord ansteigen. Wenn sich der Bitcoin verdoppelt rückt maximal das Datum des nächsten Halving näher, da das Schürfen des Bitcoin sich mehr lohnen wird. 

BioNTechs Impfstoff ist potenziell toxisch für den Goldpreis

Während sich alle Welt über die Forschungsfortschritte bei der Impfstoffentwicklung bei BioNTech (+4,06% auf $90,44) und Pfizer (+0,77% auf $36,31), aber auch bei AstraZeneca und Moderna freut verbreitet das eher gedämpfte Stimmung am Goldmarkt. Das Licht am Ende des Tunnels mag für die Gesellschaft mit dem Impfstoff der Ausweg aus der Pandemie sein, für Goldanleger könnte es der Scheinwerfer eines entgegenkommenden Güterzuges sein. Mit weniger Absicherungsbedarf könnten Anleger von Gold zurück in Value-Aktien umschichten, in der Erwartung einer stärkeren konjunkturellen Erholung im nächsten Jahr.

Steht ein Knall im Goldpreis bevor?

Der Kurs könnte unter 1863,16 USD ein 123-Top ausbilden. Das ist bislang nicht möglich gewesen. Das könnte vorerst ein gutes Zeichen sein. Der Abwärtsimpuls reichte von 2075,22 USD bis 1863,16 USD. Impulse vor 123-Trendwendemustern nach einem längeren Aufwärtstrend können den Anfangspunkt von größeren Abwärtsbewegungen in Kursen darstellen. Der Schlusskurs zählt. Dieser wird im elektronischen Handel Montag bis Donnerstag um 23 Uhr und am Freitag um 22 Uhr festgestellt.

Schlüssel für das vorläufige Unentschieden zwischen Goldbugs und Goldverkäufern ist, dass es nicht zu diesem tieferen Schlusskurs unter 1863 Dollar gekommen ist. Der Goldpreis zeigte allerdings auch ein Unvermögen, eine Rally nach oben zu starten - ganz im Gegensatz zum Bitcoin, der stark gestiegen ist. 

Nun könnte der Kurs per Tagesschlusskurs unter 1863,16 USD sinken und hätte damit die Fortsetzung dessen bilden können, was sich bei 2015,82 USD am 18. August bereits andeutete: Der Trend hat gedreht. Dieses Signal ist aber vermieden worden! Die Frage ist allerdings, wie lange das noch gut geht. Überzeugte Käufer haben den Goldpreis gekauft. Solange das der Fall ist kann charttechisch keine Trendwendeformation attestiert werden. Der Aufwärtstrend ist intakt!

Haben Sie Fragen zu dieser Chartanalyse? Sie finden hier mehr zu 123-Trendwendemustern! Börsentäglich findet zwischen 9 und 10 Uhr auf unserem Livestream-Kanal CMC TV auf YouTube eine Sendung statt, die sich ganz den 123-Mustern widmet. Dort können Sie über den YouTube-Chat Ihre Fragen stellen. Den Kanal finden Sie hier, alle Aufzeichnungen alter Sendungen außerdem auf unserem YouTube-Kanal.


Goldpreis in USD, Quelle: CMC Markets

Reagiert der Goldpreis in Euro stärker?

Der Xetra Gold ETF CFD (+0,48% auf 51,77 EUR) ist ein mit physischem Gold besicherter Gold-ETF, der den Goldpreisverlauf in EUR zeigt. Tatsächlich sehen wir hier eine mögliche Bodenbildung in Form eines 123-Tiefs, sollte das Niveau von 51,87 EUR wie in den vergangenen drei Handelstagen Käufer finden und als Unterstützung dienen. Nun unterschreitet der Goldpreis in Euro jedoch dieses Unterstützungsniveau, also wirkt das Chartbild angeschlagen. Ein erstes mögliches Ziel aus diesem 123-Tief könnte bei 58,12 Euro liegen und damit auf einem neuen Rekordhoch für den Goldpreis in Euro! Bärisch würde es werden für die Entwicklung von Gold unter 51,87 Euro. Dort notieren wir aktuell. Sollte der Wochenschluss darunter festgestellt werden könnte das Bemühen um eine Bodenbildung mit einem Fragezeichen versehen werden.  


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