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DAX Kurs Big Picture: Chartanalyse Stanzl vs. Oldenburger - DAX Index vor der US-Wahl!

CMC Markets

In dieser Big Picture zum DAX Kurs treten zwei Analysten "gegeneinander" an - Jochen Stanzl und Konstantin Oldenburger geben ihre Meinung zum bei CMC Markets handelbaren Germany 30 Cash CFD zum Besten - aus einer fundamentalen und charttechnischen Sicht. Jochen Stanzl konzentriert sich bei der technischen Analyse auf 123-Muster, Konstantin Oldenburger auf die Elliottwellenanalyse. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen des aktuellen Big Picture!

DAX-Rally: So sieht Jochen Stanzl das Big Picture

Lockdown-Gefahren beenden vorerst Börsen-Rally

Dass ein zweiter Lockdown in Deutschland kommen wird, steht so gut wie fest. Nicht fest steht, in welcher Form er kommt und erst recht nicht kann heute schon die Frage beantwortet werden, ob und wann die neuen Maßnahmen das Tempo der zweiten Infektionswelle bremsen oder sie gar brechen werden. Gleichzeitig erinnern sich die Anleger an die Reaktion der Börse auf den ersten Lockdown im Frühjahr. Zwar kennt man jetzt die Bereitschaft von Regierungen und Notenbanken, entschieden gegen die Krise vorzugehen, dennoch bleibt ob der hohen Unsicherheit die Stimmung an der Frankfurter Börse angespannt, nur wenige wollen in das erneut fallende Messer greifen.

Germany 30 Cash CFD hat gedreht

Der Kurs hat unter 12748 EUR ein 123-Top ausgebildet. Es ist das erste Mal seit März, dass Anleger die Kurserholung in dieser Form in Frage stellen. Seither war der Aufwärtstrend intakt, jetzt haben wir eine Trendwendeformation ausgebildet.

Der dafür charttechnisch relevante Abwärtsimpuls reichte von 13462 EUR bis 12748 EUR. Impulse vor 123-Trendwendemustern nach einem längeren Aufwärtstrend können den Anfangspunkt von größeren Abwärtsbewegungen in Kursen darstellen.

Schlüssel ist dafür, dass der Kurs an einem Punkt ein Unvermögen zeigt, ein höheres Hoch auszubilden – die Rally, den Aufwärtstrend also fortzusetzen. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die Verkäufer die Kontrolle über die Aktie übernommen haben und die Geber beginnen, ihre Stücke in den Markt zu gegeben. Dieser Punkt dieses Kontrollverlusts der Käufer ist bei 13339 EUR.

Nun sank der Kurs per Schlusskurs unter 12748 EUR an und bildet damit die Fortsetzung dessen, was sich bei 13339 EUR bereits andeutete: Der Trend hat gedreht. Bleibt der Kurs nun unter 12748 EUR ist diese Top-Bildung, ist diese Trendwendeformation intakt. Ein erneuter Sprung darüber würde selbige in Frage stellen.

Zur Berechnung möglicher Kursziele kann nun der ursprüngliche Impuls am Ausbruchspunkt nach unten verlängert werden. Dies geschieht typischerweise über Fibonacci Preiserweiterungen, die wir im Chart eingezeichnet haben. Diese Marken sind mögliche Widerstände, deren Bruch die nächst höhere Fibonacci Preiserweiterung als mögliches Ziel freischaltet.

Haben Sie Fragen zu dieser Chartanalyse? Sie finden hier mehr zu 123-Trendwendemustern! Börsentäglich findet zwischen 9 und 10 Uhr auf unserem Livestream-Kanal CMC TV auf YouTube eine Sendung statt, die sich ganz den 123-Mustern widmet. Dort können Sie über den YouTube-Chat Ihre Fragen stellen. Den Kanal finden Sie hier, alle Aufzeichnungen alter Sendungen außerdem auf unserem YouTube-Kanal.

Germany 30 Cash CFD, Quelle: CMC Markets

DAX: So sieht Konstantin Oldenburger das aktuelle Big Picture

Dax Index – Vor der US-Wahl

Die Unsicherheit in Bezug auf Covid, Konjunkturprogramme und die Wahlen bedeutete eine weitere Woche der Konsolidierung mit leichter Tendenz auf die Unterseite.

Die aktuelle Woche ist nicht nur die letzte volle Woche vor der Wahl, sondern auch der Höhepunkt der Berichtssaison. Gleichwohl gilt es die Situation im US-Senat zu beobachten, da trotz geringer Chancen möglicherweise noch vor der Wahl ein neues Stimulsprogramm verabschiedet werden könnte.

Da die letzte Präsidentschaftsdebatte ohne nennenswerte neue Erkenntnisse für beide Seiten zu Ende ging, dürften die aktuellen Umfragetrends bis in den Wahltag hinein anhalten. Dies zeigt Biden mit einem klaren Vorsprung von rund 8 % auf nationaler Ebene.

Natürlich kann man sich nicht vollständig auf die Umfragen verlassen, aber es gibt eine Reihe von Faktoren, die darauf hindeuten, dass das Ergebnis dieses Mal akkurater ist als 2016. Erstens ist der Vorsprung Bidens größer als der von Hilary Clinton im Jahr 2016 und sein Stimmenanteil liegt über 50 %.

Demokratische Präsidenten tun der Börse gut

Er hat eine stabile Führung in den umkämpften Bundesstaaten wie Pennsylvania, Wisconsin und Michigan und liegt in der Umfragen auch in Arizona und North Carolina knapp vorne, zwei Staaten, in denen Clinton nicht gut abgeschnitten hatte. Es wird eine hohe Wahlbeteiligung erwartet - einige Experten sagen eine Wahlbeteiligung von 65 % voraus, die höchste seit 1908 - und dies könnte auch den Demokraten zugutekommen.

Grundsätzlich scheint es dem Markt gleichgültig zu sein, wer die Wahl gewinnt. Beider Kandidaten haben ihr Vor- und Nachteile. Festzuhalten bleibt, dass sich die Märkte unter der Regierung der Demokraten im Allgemeinen besser entwickelt haben als unter den Republikanern. Seit 1945 hat der S&P 500 unter einem demokratischen Präsidenten mit einem durchschnittlichen BIP von 3,6 % einen Jahresgewinn von 11,2 % erzielt, gegenüber einem durchschnittlichen Gewinn von 6,9 % unter einem republikanischen Präsidenten mit einem durchschnittlichen BIP von 2,6 %.

Dax-Index tut sich schwer

Nicht nur der Dax Index, sondern auch der Germany 30 Index befindet sich weiter in seiner „Sommer-Box“. Über 13.000 Punkte gibt es kein vorankommen, unter 12.000 Punkte will der Index allerdings auch nicht fallen.  Wird diese Range nach der Wahl fallen und wo ergeben sich mögliche Chance? Die größte Angst an den Börsen ergibt sich aus dem alten Börsenspruch „Buy the rumour sell the fact“. Wird es wieder so kommen wie beim Brexit oder bei der vergangenen US-Wahl, als die Märkte in das Ereignis hinein steigen, um dann in einen Abverkauf überzugehen?Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 26.10.20

Wie weit geht die Germany 30 Korrektur ?

Im Germany 30 scheint es vor der US-Wahl darum zu gehen, die „Sommerbox“ verlassen zu wollen. Seit dem Hochpunkt im September bei 13.453 Punkten herrscht ein kleiner Abwärtstrend vor. Aktuell und kurz vor der US-Wahl besteht die Gefahr unter das Septembertief bei 12.340 Punkten abzurutschen und einen weiteren Abverkauf in Richtung der Unterstützungszone zwischen 11.956 und 11.589 Punkt abzutauchen. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein solcher Abverkauf noch korrektiv zu werten. Korrektiv bedeutet, dass der Markt in einer 3 welligen-Korrektur seit dem Hochpunkt (WXY) in die Unterstützungszone hinein fallen würden. Dadurch wäre eine gewisse Volatilität vor der US-Wahl leicht ableitbar. Im Anschluss wäre dann ein weiterer Anstieg in Richtung des Septemberhochpunktes bei 13.461 Punkte möglich. Auf der Oberseite müsste somit der Bereich bei 13.026 Punkte nach oben aufgelöst werden und ein prozyklisches Kaufsignal zu generieren.

Quelle: CMC Markets Plattform, 4H-Chart, 26.10.20

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Produkt Spread Hebel ab* Short?** Handelszeiten
Germany 30 1 20:1 So 00:05-Fr 22:00
Pausen 22:15-22:30, 23:00-00:00, 02:00-02:15
US 30 1,6 20:1 So 00:00-Fr 22:00
Pausen 22:15-22:30, 23:00-00:00
US NDAQ 100 1,0 20:1 Täglich 00:00-22:15 und 22:30-23:00
US SPX 500 5,0 20:1 Täglich 00:00-22:15 und 22:30-23:00
UK 100 1 20:1 So 00:05-Fr 22:00
Pausen 22:15-22:30, 23:00-00:00

*Der Hebel verstärkt Gewinne und Verluste gleichermaßen.
**Bitte beachten Sie, dass wir nach eigenem Ermessen Ihre Möglichkeit long oder short zu gehen einschränken können.


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