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Knallt es bald im Goldpreis?

CMC Markets

Die Aktien sind heute deutlich unter die Räder gekommen. Erholungsversuche waren, wenn überhaupt nur sehr halbherzig erkennbar. Jetzt warten die Anleger wieder auf die täglichen Infektionszahlen aus Deutschland und hoffen darauf, dass sie nicht so hohe Sprünge machen wie in Frankreich und anderen europäischen Ländern. Der Goldpreis (+0,11% auf $1903,85) hat sich in diesem durch Risikoaversion getriebenen Umfeld nicht als sicherer Hafen erwiesen.

Goldpreis aktuell unentschieden

Die zweite Welle der Infektionen kommt schneller als ein Impfstoff, von dem jeder überzeugt ist. Das könnte schnell zu noch einmal neuen Beschränkungen führen. Die zweite Welle mit einem drohenden zweiten Lockdown ist das Störfeuer, das die von den Anlegern so herbeigesehnte konjunkturelle Erholung schon wieder im Keim ersticken könnte. Warum profitiert davon der Goldpreis nicht?

Der Appetit auf Risiko ist den Anlegern heute erstmal komplett vergangen. Tatsächlich sieht die Goldpreisentwicklung nicht so schlecht aus, wie wir in der Betrachtung der Gold Chart später sehen werden. Das Umfeld für einen stärkeren Goldpreis könnte heute gesetzt worden sein. Selbst Branchen wie der Wasserstoff-Sektor, die in den vergangenen Wochen sehr gut gelaufen sind, erlebten heute umfangreiche Verkäufe.

Angst vor Lockdowns: Wird der Goldpreis profitieren?

Im Moment bringt ein Großteil der Investoren erst einmal sein Kapital in Sicherheit, um abzuwarten, wie stark die zweite Welle der Corona-Infektionen wird. Niemand weiß, was die Politik als nächstes beschließt, um der Lage Herr zu werden. Das erzeugt einen maximalen Cocktail aus Unsicherheit, den die Börse gar nicht mag.

Neuverschuldung in den USA nach den Wahlen

Konjunkturpaket ja oder nein? Das Ringen um neue Corona-Hilfsmaßnahmen in den USA geht offenbar vor den Wahlen nicht mehr weiter. Die Aussicht auf staatliche Hilfen und ein neues Konjunkturpaket noch vor den Präsidentschaftswahlen ist damit fast Null. Die Fronten zwischen den Lagern sind verhärtet. Viele Experten sehen die weiter steigende Verschuldung der Länder im Vergleich zu ihrem BIP und die weiterhin expansive Geldpolitik der Notenbanken als positive Faktoren für die weitere Entwicklung des Goldpreises. 

Steht ein Knall im Goldpreis bevor?

Der Kurs hat unter 1863,16 USD ein 123-Top ausgebildet. Der Abwärtsimpuls reichte von 1863,16 USD bis 2075,22 USD. Impulse vor 123-Trendwendemustern nach einem längeren Aufwärtstrend können den Anfangspunkt von größeren Abwärtsbewegungen in Kursen darstellen.

Schlüssel ist dafür, dass der Kurs an einem Punkt ein Unvermögen zeigt, ein höheres Hoch auszubilden – die Rally, den Aufwärtstrend also fortzusetzen. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass die Verkäufer die Kontrolle über die Aktie übernommen haben und die Geber beginnen, ihre Stücke in den Markt zu gegeben. Dieser Punkt dieses Kontrollverlusts der Käufer ist bei 2015,82 USD.

Nun sank der Kurs per Schlusskurs unter 1863,16 USD an und bildet damit die Fortsetzung dessen, was sich bei 2015,82 USD bereits andeutete: Der Trend hat gedreht. Bleibt der Kurs nun unter 1863,16 USD ist diese Top-Bildung, ist diese Trendwendeformation intakt. Ein erneuter Sprung darüber würde selbige in Frage stellen.

Zur Berechnung möglicher Kursziele kann nun der ursprüngliche Impuls am Ausbruchspunkt nach unten verlängert werden. Dies geschieht typischerweise über Fibonacci Preiserweiterungen, die wir im Chart eingezeichnet haben. Diese Marken sind mögliche Widerstände, deren Bruch die nächst höhere Fibonacci Preiserweiterung als mögliches Ziel freischaltet.

Haben Sie Fragen zu dieser Chartanalyse? Erfahren Sie mehr zu 123-Trendwendemustern! Börsentäglich findet zwischen 9 und 10 Uhr auf unserem Livestream-Kanal CMC TV auf YouTube eine Sendung statt, die sich ganz den 123-Mustern widmet. Dort können Sie über den YouTube-Chat Ihre Fragen stellen. Außerdem finden Sie alle Aufzeichnungen alter Sendungen auf unserem YouTube-Kanal.


Goldpreis in USD, Quelle: CMC Markets

Reagiert der Goldpreis in Euro stärker?

Der Xetra Gold ETF CFD (+0,15% auf 52,33 EUR) ist ein mit physischem Gold besicherter Gold-ETF, der den Goldpreisverlauf in EUR zeigt. Tatsächlich sehen wir hier eine mögliche Bodenbildung in Form eines 123-Tiefs, sollte das Niveau von 51,87 EUR wie in den vergangenen drei Handelstagen Käufer finden und als Unterstützung dienen. Ein erstes mögliches Ziel aus diesem 123-Tief könnte bei 58,12 Euro liegen und damit auf einem neuen Rekordhoch für den Goldpreis in Euro! Bärisch würde es werden für die Entwicklung von Gold unter 51,87 Euro. Hier findet also wie im Goldpreis in Dollar gerade ein Kampf zwischen denen statt, die Gold kaufen, und denen, die Gold verkaufen. 

Xetra Gold ETF CFD, Quelle: CMC Markets


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