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Alibaba Aktie – Trotz Rekordstrafe von Anlegern gesucht

Die Aktien der Alibaba Group stiegen heute überraschend stark an, obwohl die chinesische Kartellbehörde nach einer monatelangen Untersuchung eine Rekordstrafe gegen den E-Commerce-Riesen verhängt hatte. Die in Hongkong notierten Aktien von Alibaba, stiegen um über 6,5 % an, auf über 232 Hongkong-Dollar (HKD). 

Alibaba und das China-Risiko 

Die chinesische Kartellbehörde verhängte am Wochenende eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 2,8 Milliarden US-Dollar gegen Alibaba, weil das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung gegenüber Konkurrenten und Händlern auf seinen E-Commerce-Plattformen missbraucht hatte. Dies ist nur eine der laufenden Untersuchungen gegen das Geschäftsimperiums von Firmengründer Jack Ma.
Was gegen das Gesetz verstieß, war eine Praxis, die von den Behörden als "er xuan yi" bezeichnet wird. Die Aufsichtsbehörde sagte, dass Alibaba bestimmte Händler bestrafte, die Waren sowohl auf Alibaba als auch auf konkurrierenden Plattformen verkauften und forderte das Unternehmen auf, die ungesetzlichen Praktiken einzustellen.

Analysten sind nach der Entscheidung ebenfalls erleichtert und sagen, dass die Strafe die regulatorische Unsicherheit im Zusammenhang mit der Antimonopol-Untersuchung gegen Alibaba, die Ende letzten Jahres begann, beenden könnte.
Die Strafe in Höhe von 18,2 Milliarden Yuan entspricht 4 % des inländischen Jahresumsatzes von Alibaba im Jahr 2019, so die Regulierungsbehörde. Nach chinesischen Regeln sind Kartellstrafen auf 10 % des Jahresumsatzes eines Unternehmens begrenzt.
Die finanziellen Auswirkungen der Strafe scheinen für Alibaba überschaubar zu sein, da das Unternehmen Ende 2020 über einen Bargeldbestand von mehr als 300 Milliarden Yuan verfügte. 

Warren Buffets Partner investiert in Alibaba

Viele Investoren verfolgen jeden Schritt von Warren Buffett, aber viele achten auch genau auf seinen langjährigen Partner und den stellvertretenden Vorsitzenden von Berkshire Hathaway, Charlie Munger. Der 97-jährige Munger ist nach wie vor nicht nur durch seine Aktivitäten bei Berkshire, sondern auch als Vorsitzender der Daily Journal Corporation in der Investmentwelt aktiv.
Vergangene Woche haben Munger und das Unternehmen einige Blicke auf sich gezogen, als das Daily Journal einen Anteil von 37 Millionen US-Dollar an dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba Group Holding bekannt gab. 

Ist Alibaba mittlerweile eine Value-Aktie? 

Die Aktie von Alibaba hat in letzter Zeit trotz guter Quartalsergebnisse etwas nachgegeben, daher ist es kein Wunder, dass Munger das Unternehmen zu den heutigen Preisen für einen guten Wert hält. Die jüngste Kontroverse um Gründer Jack Ma und der gescheiterte Börsengang von Ant Financial, an dem Alibaba zu einem Drittel beteiligt ist, haben wahrscheinlich eine Rolle gespielt. Kartellrechtliche Bedenken in China waren eine zusätzliche Belastung. Darüber hinaus ist Alibaba einem starken Wettbewerb im E-Commerce-Bereich von JD.com sowie dem explosiven Emporkömmling Pinduoduo ausgesetzt.

Was spricht für Alibaba?

Was Munger besonders interessieren könnte, sind die vielen verschiedenen Teile des weitläufigen Firmenimperiums von Alibaba und dass diese Teile weit mehr als den aktuellen Marktwert von Alibaba wert sein könnten. 
Außerdem verfügt Alibaba über eine beträchtliche Menge an Bargeld in seiner Bilanz, zusammen mit großen Anteilen an privaten Unternehmen wie der Ant Group sowie an anderen börsennotierten Unternehmen. Zum 31. Dezember 2021 enthielt die Bilanz 47,8 Milliarden USD in bar, 22,1 Milliarden USD in kurzfristigen Wertpapieren, 36,8 Milliarden USD in anderen öffentlich gehandelten Aktien und weitere 28,4 Milliarden USD in nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungsunternehmen wie Ant Group. Diese Vermögenswerte summieren sich auf 135,1 Milliarden US-Dollar gegenüber knapp 18 Milliarden US-Dollar an kurz- und langfristigen Schulden.
Doch selbst dieses Betriebsergebnis könnte die wahre Ertragskraft von Alibaba unterschätzen. Dies liegt daran, dass das Unternehmen die großen Cashflows seiner zentralen E-Commerce-Plattform aggressiv in andere Bereiche seiner Geschäftstätigkeit investiert. 

Ein weiter Trumpf ist die Cloud-Computing-Abteilung von Alibaba. Im letzten Quartal stieg der Cloud-Umsatz um 50 %, und dieser Geschäftsbereich verzeichnete gerade erst das erste Quartal mit einem positiven bereinigten EBITDA. Die meisten Marktbeobachter denken, dass sich die Cloud in einem relativ frühen Stadium befindet, sodass der Geschäftsbereich in Zukunft wahrscheinlich einen erheblichen Wert zum Firmenergebnis beisteuern könnte. 

Wo liegt das Risiko bei Alibaba? 

Wie bei vielen chinesischen Unternehmen liegt das Risiko bei erfolgreichen Unternehmen in China auf politischer Ebene. Mittlerweile muss man sagen, dass es sich nicht nur auf inländische Probleme, sondern auch ausländische Angelegenheiten erstreckt. Im Inland könnte eine Zerschlagung oder Verstaatlichung von Firmenteilen drohen, während im Ausland durch den US-Chinesischen-Streit Sanktionen blühen könnten. Ein unangenehmes Szenario auf beiden Ebenen. 

Wie könnte es bei der Alibaba Aktie weitergehen? 

Im Chart sieht man die Alibaba Holding ADRs, die in New York gehandelt werden. Der Aufwärtstrend seit dem IPO ist weiterhin gut sichtbar und intakt. Seit dem gehypten IPO und der Korrektur bis auf 56 USD je Aktie entwickelte sich eine Rally in den Alibaba Aktien. Im Oktober 2020 erreichte die Aktie mit über 310 USD ihr Allzeithoch. Seit dem misslungenen IPO seiner Fintech-Tochter Ant Group im November 2020 ging es jedoch deutlich bergab mit der Alibaba Aktie. Zum Jahreswechsel erreichte die Aktie das vorherige Allzeithoch aus dem Juni 2018 bei 212 USD. Mit dem Re-Test des Ausbruchslevels könnte der Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden. Die bullische Variante könnte sich oberhalb des Corona-Tiefs bei 169 USD weiter durchsetzten. Dazu ist dann auch ein Anstieg über das Zwischenhoch bei 274 USD nötig. Über 274 USD ist dann eine Fortsetzung auf 311 und 360 USD möglich. Bricht die Alibaba Aktie dagegen das Tief bei 212 USD müsste mit einer Fortsetzung des Abverkaufs gerechnet werden. Ein erneuter Test des Corona-Tiefs bei 169 USD und ein Test des Aufwärtstrends würden dann die Situation neu bestimmen

Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 12.04.21

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