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Virtuell und nebulös – So könnte Jackson Hole über die Bühne gehen

Mit der sommerlichen Ruhe an der Börse könnte es bald vorbei sein, denn es mangelt derzeit nicht an Unsicherheitsfaktoren: der Aufstieg der Taliban in Afghanistan, die rasche Ausbreitung der Delta-Variante in zahlreichen Ländern und nicht zuletzt die Angst vor einer Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken, die jüngst Nahrung durch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung erhalten hat. Nun steht – wenn auch nur virtuell – das Treffen der Notenbanker in Jackson Hole an und es mehren sich die Signale, dass es vielleicht schon dort, aber wohl spätestens auf der Sitzung im September zu einer Ankündigung einer Reduzierung der monatlichen Ankäufe von Vermögenswerten durch die Federal Reserve kommen könnte.

US-Inflation springt auf 5,4 Prozent

Das letzte „virtuelle“ Jackson Hole war insofern von Bedeutung, als es den Übergang der Geldpolitik der Fed weg von einem starren hin zu einem durchschnittlichen Inflationsziel einläutete. Die Einführung des „Average Inflation Targeting“ im vergangenen Jahr macht die Fed-Politik ironischerweise zwar flexibler, aber gleichzeitig weniger transparent. Die damit verbundene Unsicherheit erlaubt es der Notenbank, uns zwar wissen zu lassen, was sie in nicht allzu ferner Zukunft plant, ohne jedoch eine klare Vorstellung über Zeitpunkt, Details und andere Variablen zu geben.

Als die Fed diese historische Wende im August letzten Jahres vollzog, lag die Inflation im Durchschnitt bei nur 1,3 Prozent. Jetzt, nachdem die US-Wirtschaft die Pandemie zum größten Teil hinter sich gelassen hat, ist sie im Juli auf satte 5,4 Prozent hochgeschnellt. Und da sich die Wirtschaft nach der Krise weiter erholt und sich damit auch die Inflation auf einem höheren Niveau einpendeln dürfte, ist davon auszugehen, dass die Fed mit dem Tapering die Normalisierung ihrer Geldpolitik bald einläuten wird, aber dass Powell lediglich konzeptionell, aber eben nicht im Detail darlegen wird, wie es danach weitergeht.

Tapering längst überfällig

Was die Anleger angeht, erinnern sich viele von ihnen sicher noch an die Verwerfungen an den Finanzmärkten nach der Taper-Ankündigung von Ben Bernanke vor acht Jahren. Und auch wenn dieses Mal die Nachricht als ein erster Schritt einer Straffung der Fed-Geldpolitik angesehen wird oder werden könnte, ist dies im Grunde genommen eine falsche Bezeichnung dafür. Tapering bedeutet zwar eine Verringerung der Liquiditätszufuhr, die Fed nimmt damit aber noch lange kein Geld wieder aus dem Markt. Seit der Einführung der quantitativen Lockerung im vergangenen März ist die Bilanz der Fed von vier auf acht Billionen Dollar angewachsen. Eine Reaktion auf die steigende Inflation, die zum Teil auf die unterbrochenen Lieferketten und Reduzierung des Angebots, die langsame Rückkehr der Arbeitskräfte an den Arbeitsplatz und den Anstieg der Rohstoffpreise zurückzuführen ist, ist damit längst überfällig. Dennoch dürfte eine solche Verringerung der Ankäufe von Vermögenswerten kaum Auswirkungen auf die Inflation haben, da die Geldmenge nicht die Ursache für den derzeitigen Preisanstieg ist. Wenn die Fed jedoch nicht bald mit dem „Tapering" beginnt könnte sie die Inflation weiter anheizen und sogar eine Inflationsspirale in Gang setzen, die nur sehr schwer wieder zu stoppen sein dürfte.

Fed dürfte den Start hinauszögern

Obwohl es das Mandat der Fed, für stabile Preise und Vollbeschäftigung zu sorgen, erfordert, dass sie Trends in der Wirtschaft vorwegnimmt, wird sie immer hinter der eigentlichen Entwicklung zurückbleiben. Die Unsicherheit, die durch den jüngsten Anstieg der Delta-Variante, die leichte Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und nicht zuletzt durch die in Afghanistan verursachte geopolitische Unsicherheit entstanden ist, wird Powell wahrscheinlich davon abhalten, schon morgen in Jackson Hole etwas Konkretes in Sachen Tapering zu verkünden. Da das übergeordnete Ziel der Fed die wirtschaftliche und damit auch finanzielle Stabilität ist, scheut sie sich, durch plötzliche und unerwartete Änderungen der Politik selbst eine Quelle der Instabilität zu werden.  

Ein Blick zurück

Bleibt also das nächste Treffen des Offenmarktausschusses am 21. und 22. September, an dem die Geldpolitiker dann auch die August-Zahlen vom US-Arbeitsmarkt auf dem Tisch haben werden. Sollte sich hier die starke Erholung aus dem Vormonat bestätigen, ist es wahrscheinlich, dass dann zumindest ein Starttermin für das Tapering verkündet wird. Realistisch hierfür wäre der Jahreswechsel.

Und auch wenn sich die Rahmenbedingungen seit dem letzten Kurswechsel in der US-Geldpolitik entscheidend verändert haben, lohnt es sich, mal einen Blick darauf zu werfen, wie sich die Börse vor acht Jahren von ihrem ersten Schock erholte. Im Dezember 2013 begann die Fed dann schließlich mit der Reduzierung der Anleihekäufe von 85 Milliarden Dollar pro Monat auf 75 Milliarden, um sie danach sukzessive jeweils pro Monat um weitere zehn Milliarden zu reduzieren.

Aber der Aktienmarkt lief weiter im Trend nach oben und erreichte erst im Mai 2015 seinen Höhepunkt, also knapp 18 Monate nach Verkündung des Taperings, bevor es zu einer größeren Korrekturphase kam. Auch wenn dies kein Garant für eine Wiederholung ist, es ist mit dem Blick in die Historie zumindest nicht völlig abwegig, dass die Wall Street ihr aktuelle Rekordrally fortsetzt, obwohl die Fed ihren Fuß vom Gaspedal nimmt.

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