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Goldpreis: China verkauft massenhaft US-Staatsanleihen

 

Den vierten Monat in Folge hat China US-Renten verkauft - insgesamt so viel wie zuletzt vor gut fünf Jahren.

China steht damit im Gegensatz zu allen anderen Investoren. Im Juni kauften ausländische Investoren langlaufende US-Staatsanleihen im Wert von 10,9 Milliarden USD, Kommunalanleihen im Wert von 22,7 Milliarden USD, Unternehmensanleihen im Wert von 13,8 Milliarden USD und Aktien für 25,2 Milliarden USD.

China schert aus: Die Volksrepublik verkaufte amerikanische Staatsanleihen für 34 Milliarden USD, das ist der höchste Wert seit dem Jahr 2016. Auch Belgien hat amerikanische Staatsanleihen verkauft, es besteht allerdings der Verdacht, das dahinter auch die Volksrepublik stehen könnte, die als Clearing-House die belgische Everclear verwendet haben könnte. Belgien hat nun die niedrigsten Bestände an US-Staatsanleihen seit September 2020.

Einen Monat vor September 2020 - im August - versuchten amerikanische Staatsanleihen nach oben auszubrechen. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen standen im Tief im Tief im August nur noch bei 0,5% - waren also scheinbar kurz davor, sich an europäische Verhältnisse von negativen Zinsen anzuschließen.

Dann kam die Zinswende am Rentenmarkt: Vom Tief Anfang August 2020 bei 0,5% bis zum Hoch Ende März 2021 bei 1,77% spielten die Märkte das Thema einer anstehenden Zinswende der amerikanischen Notenbank. Die Logik dahinter: Expansive Geldpolitik und Staatsverschuldung sorgen für dynamisches Wachstum und Inflation und zwingen die Zentralbanken, gegenzulenken.

Das Kalkül klang logisch, traf aber nicht zu. Die Zentralbanken haben zwischenzeitlich klargemacht, nichts gegen die Inflation zu tun, die sie als vorübergehende Erscheinung interpretieren. Die Zinsen sinken nun wieder. Sie sind nicht mehr bei 1,77% wie im Frühjahr. Sie sind jetzt bei 1,22% und waren Anfang August 2021 auch schon bei 1,12%.

Darin drücken sich nun nicht wirklich die Verkäufe chinesischer Investoren aus. Verkaufen Anleger Staatsanleihen und sinkt dann deren Kurs, so steigt im umgekehrten Verhältnis dazu der Zins. Nun haben wir aber die Situation, dass China verkauft, die Anleihen aber steigen - der Zins also fällt. Die Märkte sind dabei eine rasche Zinswende der amerikanischen Notenbank wieder aus den Kursen "auszupreisen".

Sinkende Nominalzinsen bei gleichzeitig hoch bleibender Inflation ergibt tendenziell fallende Realzinsen, was sich förderlich für die Goldpreisentwicklung auswirken kann. Der Goldpreis, der am 6. und 9. August von rund 1800 auf 1675 USD eingebrochen war, erholt sich dynamisch und steht nur noch sieben Dollar unter dem Kurs, als der Ausverkauf begann.

Es bleibt für den Moment der Widerstand gebildet aus der 200-Tage-Linie (1804 USD/Unze) und des Doppeltops (1834 USD/Unze). Gleichzeitig ist die 1 des 123-Tops bei 1795,21 USD/Unze ein wichtiger Widerstand, der am heutigen Tage angehandelt wird. Das 123-Top ist darunter intakt, darüber wird es hinterfragt.

Wichtig ist es anzumerken dass die weltweiten Gold-Zentralbankbestände in den Jahren 2019 und 2020 steil angestiegen sind und laut dem IWF seit Sommer vergangenen Jahres auf hohem Niveau seitwärts pendeln. Die zuletzt von China gemeldeten Gold-Zentralbankreserven hatten einen Wert von 114,3 Milliarden USD, nach 105,9 Milliarden USD im März 2021.


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