Analysis

Goldpreis 2020: Ist die Rally vorüber?

CMC Markets

Die Zinssätze für US-Staatsanleihen und US-Inflation waren zwei der wichtigsten Kenngrößen für den Goldpreis 2020. Die Realzinsen steigen zwar nicht, aber sie sind auch nicht weiter gesunken. Diese Einsicht scheint nun bei Gold zu Gewinnmitnahmen geführt zu haben. Zu einer Trendwende kommt es allerdings auch nicht. 

Das könnte auch daran liegen, dass die amerikanische Regierung ein großes Konjunkturpaket plant. In den USA ist es jetzt offiziell dazu gekommen, dass die Demokraten ein Konjunkturpaket von 2,2 Billionen USD vorgeschlagen haben. Am Anfang dieser Verhandlungen waren die Republikaner mit einem Paket im Umfang von 650 Milliarden USD eingestiegen.

Die Neuverschuldung der US-Regierung seit Jahresbeginn bis heute beträgt rund 3,3 Billionen USD. Durch das Konjunkturpaket wird die Neuverschuldung also noch einmal um zwei Drittel ansteigen. Wird das zu Inflation führen und die Realzinsen noch weiter sinken lassen? Ist das der Grund, warum Gold keine Trendwende ausbildet?

Auch wenn man am heutigen Dienstag die Gespräche über das Konjunkturpaket fortsetzen möchte und die zuvor nur gerüchteweise heraumgereichte Summe von 2,2 Billionen USD gestern offiziell bestätigt wurde, was die Börsen beflügelte, ist es fraglich, ob das Paket noch vor den Wahlen durchgewunken werden kann. Die Entwicklung schlechter Nachrichten über ein erneutes Festfahren der Verhandlungen könnte die Stimmung schnell umschlagen lassen. Geht es beim Gold also nur um das richtige Timing? Geht es im Goldpreis 2021 weiter nach oben?

Goldpreis 2020 bereits stark gelaufen

Im Monatskerzenchart des Gold Cash CFD ist die starke Entwicklung im Jahr 2020 bereits klar ersichtlich. Nach einer Bodenbildung wurde das 161,8% Fibo Ziel bei 1907 USD erreicht. Dort kommt die Goldpreisrally nun ins Stocken, ohne das bislang allerdings eine Trendwende entstanden ist.


Gold Cash CFD, Quelle: CMC Markets

Dies lässt sich im Tageskerzenchart recht gut erkennen. Der anfängliche Anfangsimpuls abwärts von 2075 auf 1863 USD konnte nicht nach unten durchbrochen werden. Erst ein Tagesschlusskurs unter 1863,16 USD würde ein 123-Top mit möglichen Abwärtszieleb bei 1732, 1704 und 1651 USD entstehen lassen. Ein Halten dieser Marke könnte einen bullischen Druckaufbau bis zum Punkt 2 des vermeintlichen 123-Tops bei 2015 USD entstehen lassen. Im Moment geht es also um ein Kräftemessen am neuralgischen Punkt 1 bei 1863 USD, und bislang haben die überzeugten Käufer, die diese Marke verteidigen möchten, gewonnen. Ob dies so bleibt gilt es zu beobachten!


Gold Cash CFD, Quelle: CMC Markets


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