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Fielmann: Dieser Analyst hat den Kursturz befürchtet!

Wenn die Wirtschaft einen Abschwung erlebt bleiben auch konservative Geschäftsmodelle wie der Verkauf von Brillen und Kontaktlinsen durch Fielmann nicht unbehelligt. Wegen hohen Kosten, verunsicherten Verbrauchern und einem hohen Corona-Krankheitsstand hat Fielmann seine Prognosen für das Gesamtjahr zusammengestrichen.

Fielmann verkaufte im abgelaufenen Juniquartal zwar weitaus mehr Sonnenbrillen und Kontaktlinsen, woran Fielmann aber weniger verdient als an Korrekturbrillen und Hörgeräten. Außerdem mussten Gehälter angepasst werden, wodurch der Personalaufwand wuchs. Hinzu kommen mehr Werbeaktivitäten, die wohl auf ein höheres Umsatzwachstum ausgerichtet waren, den Gewinn nun über Gebühr belasteten, da das Wachstum ausgeblieben ist.

Ein Analyst hat die Margen-Probleme bei Fielmann kommen sehen - noch bevor die Aktie eingebrochen ist und Fielmann die Öffentichkeit über sein Sparprogramm informieren musste. Schon Mitte Februar 2020 warnte der Berneberg-Analyst Graham Renwick vor der neuen, teuren Wachstumsstrategie von Fielmann. Als die Fielmann-Aktie bei rund 70 Euro notierte, hatte Berenberg ein Kursziel von 57 Euro. 

Der Wettbewerb nehme für Fielmann zu, während das Absatzwachstum abnehme, schrieb Renwick Mitte Februar 2020. Die Expansion in neue wachstumsversprechende Kanäle durch Digitalisierung und Modernisierung scheinen überzeugend, gehen aber auch mit höheren Risiken, einer größeren Kapitalintensität und Margen-Verwässerungen einher.

Das war Mitte Februar 2020. Im April 2022 - noch weit vor der Umsatzwarnung von Fielmann, hatte Berenberg nur noch ein Kursziel von 41 Euro. Bei dem Optikerkonzern sei "das Glas halbleer", kritisierte Renwick in einer Studie vom 29. April. Der Analyst sah sich durch den Jahresbericht von Fielmann in seiner Einschätzung bestätigt, dass der Markt die Margenerwartung noch weiter zurückschrauben werden muss. 

Diese Prognose erwies sich als zutreffend. Fielmann sprach 66 Tage nach dieser Studie eine Umsatz- und Gewinnwarnung aus und informierte den Markt darüber, dass die Margenziele nicht erreicht werden könnten. Die Aktie brach von einem Schlusskurs am 1. Juli bei 46,69 Euro auf ein Tief am 5. Juli bei 37,14 Euro ein. Heute notiert Fielmann bei 38,88 Euro.


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