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EZB: Die Erwartungen sind zu hoch

Diese Woche hat es in sich: Die EZB tagt am Donnerstag und egal was sie tut, wird es am Freitag wohl zum Ausweis eines neuerlichen, starken Anstiegs der Inflationsdaten in den USA kommen. Natürlich könnte man meinen dass die EZB nichts mit der Inflation in den USA zu tun hat aber das ist nur auf den ersten Blick richtig. Denn sie hat nicht nur wenig mit der Inflation in den USA zu tun, sie ist auch nicht wirklich verantwortlich zu machen für die Inflation in der Eurozone.

Inflation ist nicht gleich Inflation


Es gibt zwei Arten von Inflation: Die eine und echte Inflation wird erzeugt, wenn die Wirtschaft die eigenen Grenzen nicht akzeptiert und die Nachfrage nach allen Gütern über das vorhandene Angebot steigt und persistent darüber verharrt. Das führt dazu, dass zu viel Nachfrage zu wenigen Gütern hinterherjagd. Es kommt zu Lohn-Preis-Spiralen, die Menschen haben noch mehr Kaufkraft und treiben die Preise durch ihre Nachfrage immer weiter nach oben.



Diese Situation ist nicht die Situation des Jahres 2022, auch wenn die zunächst im letzten Jahr als vorübergehend angenommene Inflation immer noch da ist. Was wir heute haben ist eine angebotsseitige und importierte Inflation. Ein Indiz, dass die Nachfrage nicht zu hoch sein kann, ist etwa der Einbruch des deutschen Einzelhandelsumsatzes im April um 5,4%. Ein weiteres ist die Ölnachfrage.

Wenn man Schätzungen der US-Regierung als Basis nimmt dann übersteigt das Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt derzeit die Nachfrage, also ist der Preisanstieg ausschließlich darauf zurückzuführen, dass die zwei größten Erdöl verbrauchenden Regionen der Erde kein Öl mehr von dem zweitgrößten Produzenten der Erde kaufen und Trader angefangen haben, die Futures von Brent und WTI zu kaufen, weil sie antizipieren, wie sehr dadurch die weltweite Ölversorgung und die Lieferketten in Schwierigkeiten kommen werden. Kurz gesagt: Es gibt nicht zu viel Ölnachfrage. Es ist genug Öl da. Es kann nur nicht mehr richtig verteilt werden. Die stotternden Lieferketten führen dazu, dass die Lagerbestände nach unten abkippen.  

Lieferengpässe persistenter als 2020


Die Probleme bei den weltweiten Lieferketten sind nicht so dramatisch wie in der schlimmsten Phase der Pandemie im Jahr 2020, sie sind allerdings heute zeitlich viel ausgedehnter als damals. Die Lieferengpässe haben sich schon 2021 immer weiter aufgetürmt und der Krieg in der Ukraine hat die Situation noch einmal kräftig verstärkt.

Lieferengpässe bedeuten aber nicht, dass es bestimmte Güter nicht gibt, sie sind nur dort, wo sie niemand braucht - ihr Transport vom Produzenten zum Abnehmer klappt einfach nicht. 

Es bringt also relativ wenig mit dem Finger auf die EZB zu zeigen, obwohl man sich jetzt schon darauf vorbereiten kann, dass genau das in den nächsten Stunden bis zur Sitzung der EZB immer häufiger getan werden wird. Die Erwartungshaltung ist, dass die EZB das Ende der Anleihekäufe für Juli verkündet. Außerdem soll der Leitzins angehoben werden - um 25 Basispunkte am 21. Juli und um weitere 25 Basispunkte am 8. September. 

Besonderes Augenmerk sollte auf die Handhabe der unterschiedlichen Zinsen in der Eurozone gelegt werden. Es ist eines der größten Errungenschaften der EZB, dass sie es geschafft hat, die Zinsen Italiens auf das gleiche Niveau zu bewegen wie die deutschen Zinsen, obwohl die Bonität der beiden Länder vom freien Markt ansonsten als unterschiedlich bewertet worden wäre. Damit hat sie innerhalb des Euro ungefähr gleiche Finanzierungsbedingungen geschaffen. Diese Beziehung droht nun aufzubrechen, da die Inflation in Deutschland außer Kontrolle gerät und die Zinsen in Italien gleichzeitig stark anziehen. Wie wird die EZB das lösen? Das ist die eigentlich knifflige Frage, auf die ich mir am Donnerstag Antworten erhoffe.

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