Analysis

EUR/TRY Analyse: Wann dreht die türkische Lira?

CMC Markets

Die türkische Lira hat ihren Abwertungs-Sprint in den letzten Septembertagen erst einmal beendet. Inflationssorgen und erneute Spannungen mit Griechenland haben das Kursgeschehen im Verlauf des September in der türkischen Lira geprägt. EUR/TRY ist auf ein Rekordhoch gestiegen.

EUR/TRY Analyse: Was die Lira belastet

Rückgänge in der industriellen Produktion, Covid-19-Sorgen und sinkende Devisenreserven haben die Lira genau bis zu dem Punkt belastet, an dem die türkische Zentralbank - für viele Marktteilnehmer überraschend - die Leitzinsen kräftig erhöhte. Nach Angaben der türkischen Behörden stieg der Verbraucherpreisindex im August um 0,86%. Die Inflationsrate liegt damit bei einer Jahresrate von 11,77%. Der Erzeugerpreisindex stieg im letzten Monat ebenfalls - um 2,35%, nach 1,02% im Juli.

Hier liegt die Jahresrate bei sogar 11,53%. Das macht es für Unternehmen und Verbraucher schwierig, künftige Preise zu kalkulieren und die Lira zu halten bedeutet sich einem kräftigen Kaufkraftverlust auszusetzen. Viele, die können, verkaufen ihre Währung, um in andere Assets oder Devisen zu investieren. Dabei liegt das Inflationsziel der Zentralbank bei nur 5%. 

Im Tageskerzenchart seit Anfang des Jahres lässt sich die Aufwärtsbewegung im Währungspaar Euro zur türkischen Lira sehr gut erkennen. EUR/TRY ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Aus einem prozyklischen 123-Trendfortsetzungsmuster vom Juli lässt sich eine mögliche Unterstützung für die laufende Korrektur der letzten Tage bei 9,0779 TRY ausmachen. Wird diese Marke verteidigt könnte sich die Rally in EUR/TRY bis 9,3040 TRY ausweiten. 


EUR/TRY, Quelle: CMC Markets

Im Stundenkerzenchart ist unter 9,17025 TRY ein kurzfristiges 123-Top entstanden. Darunter sind die eingezeichneten Fibonacci-Preiserweiterungsmarken in rot mögliche Ziele. Darüber könnte es zu einem Hinterfragen dieser Trendwendeformation kommen. 


EUR/TRY, Quelle: CMC Markets


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