CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 72% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Ist Bitcoin das größte Schneeballsystem der Welt?

Stellen Sie sich ein kleines Unternehmen vor, nennen wir sie "XYZ AG", dessen Aktien für 10 Cent pro Stück gehandelt werden. Eine Gruppe von Menschen bekommt am Sekundärmarkt eine große Menge dieser Aktien zugeteilt. Dann starten sie eine Werbekampagne, in der sie behaupten, die XYZ AG hätte eine revolutionäre neue Technologie entwickelt, die den Markt dominieren wird. Sie verbreiten diese Nachrichten über verschiedene Kanäle, und bald beginnen auch gewöhnliche Anleger, die Aktien zu kaufen, angelockt von den Versprechungen enormer Gewinne.

Durch diese erhöhte Nachfrage steigt der Preis der Aktien schnell auf 50 Cent pro Stück. Dann auf 3 Dollar. Dann auf 180 Dollar. Dann immer weiter, bis über 69.000 Dollar auf dem Kurszettel stehen. Sie mögen einwenden, dass das ein heillos übertriebenes Beispiel ist, aber das ist im Grunde nichts weiter als eine Zusammenfassung der Preisentwicklung von Bitcoin. Aus einem Dollar wurden in der Spitze 690.000 Dollar.

Nur keiner der anfänglichen Investoren konnte wirklich verkaufen. Das liegt an etwas, was in der Spieltheorie Gefangenendilemma genannt wird. Stellen Sie sich zwei Verdächtige vor, die getrennt voneinander verhört werden. Sie haben die Wahl: Sie können entweder schweigen oder den anderen verraten. Es gibt vier mögliche Ausgänge:

1) Beide schweigen: Wenn beide Verdächtigen schweigen, haben die Behörden nicht genügend Beweise, um sie für das schwerste Verbrechen zu verurteilen. Sie bekommen beide eine geringe Strafe.

2) Einer verrät, der andere schweigt: Wenn ein Verdächtiger den anderen verrät, aber der andere schweigt, wird der Verräter freigelassen (da er kooperiert hat), während der andere die maximale Strafe erhält.

3) Beide verraten sich gegenseitig: Wenn beide Verdächtige den anderen verraten, erhalten beide eine mittelschwere Strafe, die schlimmer ist als das Schweigen, aber nicht so schlimm wie die maximale Strafe.

Das Dilemma besteht darin, dass, obwohl es für beide am besten wäre, zu schweigen, die Unsicherheit darüber, was der andere tun wird, und die Angst, die maximale Strafe zu erhalten, sie oft dazu bringt, sich gegenseitig zu verraten.

Das geniale am Bitcoin: Dieses Gefangenendilemma existierte im Bitcoin nicht, da es zu jeder Zeit transparent für jeden einsehbar war, wie es um die ganz großen Positionen der anfänglichen Investoren im Bitcoin steht. Die "Gefangenen" waren also die anfänglichen Investoren, und keiner von ihnen konnte verkaufen, weil es sichtbar gewesen wäre - und dann hätte jeder verkauft, um der maximalen Strafe zu entgehen.


Spot-ETFs ändern das Spiel


Mit der Einführung der Spot-ETFs hat sich das Spielfeld verändert. Es ist für die anfänglichen Investoren nun möglich, Leerverkaufspositionen in den ETFs einzugehen und sie quasi indirekt über ihre physischen Bitcoin-Positionen zu besichern. Sie können also anonym ein Exposure auf fallende Bitcoin-Positionen eingehen, ohne dass es die anderen Wale über Bewegungen in den jeweiligen Blockchain-Adressen mitbekommen. Das Geschäft mit Bitcoin wird durch die ETFs quasi anonymisiert. In der Blockchain taucht nur noch die Adresse der ETFs auf.

Das Bitcoin-Ökosystem ist immer noch dominiert von großen und konzentrierten Marktteilnehmern, seien es große Miner, Bitcoin-HODLer oder Börsen. Diese inherente Konzentration macht Bitcoin anfällig für systemische Risiken und impliziert auch, dass der Großteil der Anstiege, die noch kommen sollen, von einer vergleichsweise kleinen Gruppe der Kleinanleger kommen sollen, während die anderen, großen Investoren zusehen müssen, dass der Preis weiter steigt (oder eben verkaufen oder sich absichern), wenn es eben nicht dazu kommt.

Die Spot-ETFs in den USA als liquide Instrumente wurden bislang zumindest von institutionellen Investoren vor allem als Exit-Instrument genutzt. Die Hoffnung auf eine Flut an neuen Privatinvestoren, die einen der zugelassenen ETFs als Instrument zum Ersteinstieg nutzen, hat sich nicht bewahrheitet.


Orientierung im Preisgeschehen


Nun bringt die obige Betrachtung erst einmal nichts, wenn die Akzeptanz des Bitcoin weiter wächst und immer wieder neue Käufer gefunden werden können, die den Preis weiter nach oben treiben. Eine charttechnische Bestätigung für einen möglichen Zusammenbruch des Bitcoin gibt es nicht und auch Preiskorrekturen um 80% ausgehend von vergangenen Hochpunkten wurden bislang stets wieder ausgebügelt.

Nun scheint es zum Zeitpunkt dieser Analyse am 26. Januar so zu sein, dass die Verkäufe aus dem Greyscale-Spot-ETF durch den Insolvenzverwalter des pleite gegangenen Krypto-Brokers FTX aller Wahrscheinlichkeit größtenteils durchgeführt wurden. Das gibt dem Bitcoin Raum zu atmen. Im Chart lässt sich im Vierstundenintervall ein neuer Aufwärtstrend erkennen - ausgehend von einem Tief bei 38.555 am 23. Januar 2024. Sollte dieser Aufwärtstrend intakt bleiben und Bitcoin anschließend den Widerstand bei 44.000 Dollar brechen, könnte die Aufwärtsbewegung zur 261,8% Extension bei 53.265 Dollar und darüber zur 423,6% Extension bei 68.343 Dollar fortgesetzt werden. Unterhalb von 44.000 Dollar und vor allem unterhalb von 38.555 Dollar droht eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung zu wichtigen Unterstützungen bei 34.627 Dollar u nd 28.868 Dollar.


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