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Trading-Event voraus: Kommt der große Geldpolitik-Schock aus Japan in der Nacht?

Wenig überraschend richtet sich der Hauptfokus der Anleger derzeit auf die US-Notenbank Fed und ihre möglichen Aktionen gegen die Inflation und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Anleihe- und Aktienmärkte. Die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell werden genaustens beobachten und die Wirtschaftsdaten strengstens geprüft. Allerdings darf in einem breiten gefassten Kontext nicht vergessen werden, was außerhalb der US-Notenbank passiert und wie andere Notenbanken mit ihren Herausforderungen umgehen. Die Maßnahmen, die dort getroffen werden, sind nämlich ebenfalls von großer Bedeutung für die internationalen Märkte. Allen voran gilt dies für die chinesische und japanische Notenbank, wobei der Fokus in diesem Artikel auf die japanische Notenbank gelegt werden soll.

Volatilitätsrisiken steigen mit dem Ende der Ära von Kuroda

Der scheidende Gouverneur der Bank of Japan (BOJ), Haruhiko Kuroda, hat für eine Zeit der Beständigkeit gesorgt, und sein Ausscheiden könnte für eine Zeitrechnung an den Märkten stehen und diese auch ins Wanken bringen, da man nicht genau sagen kann, wie der neue Notenbankchef auf die Herausforderungen in der japanischen Geldpolitik reagieren wird. In diesem Zusammenhang wird auch Fed-Chef Powell vorsichtig sein müssen, und seine Geldpolitik auf die Ereignisse in Japan anpassen, da Japan einer der größten Käufer von US-Staatsanleihen ist.

Noch ist es natürlich viel zu früh, das Ende einer Ära auszurufen, aber in Japan sieht es wirklich so aus, als ob ein bedeutsamer Wandel bevorsteht. Heute Nacht wird Haruhiko Kuroda seine letzte Sitzung als Gouverneur der Bank von Japan leiten und der Markt erwartet heute eine sehr volatile Handelssession für den Yen.

Ueda wird neuer Chef der BOJ

Man hat den Eindruck, dass die Finanzmärkte den politischen Kurs des neuen Chefs der BOJ, Ueda, unterschiedlich beurteilen. Als die ersten Berichte über die Ernennung die Runde machten, wertete der Yen auf und die langfristigen Zinssätze stiegen aufgrund von Spekulationen über eine Änderung der Politik. Die Äußerungen von Herrn Ueda gegenüber den Medien, dass „eine weitere geldpolitische Lockerung notwendig ist“, haben jedoch einige zu der Annahme veranlasst, dass er sich mit einer Änderung der geldpolitischen Lockerung zurückhält, und der Yen ist am Devisenmarkt wieder deutlich schwächer geworden.

Unter dem Strich distanziert sich Ueda von der politischen Haltung von Gouverneur Kuroda und deshalb ist die Annahme einer früheren oder späteren Anpassung der Geldpolitik in Japan durchaus realistisch, da Japan derzeit ebenfalls mit einer höheren Inflation zu kämpfen hat. Herr Ueda hat bisher nicht gegen Kuroda argumentiert, sondern scheint wie ein Gelehrter nüchtern die Wirkungen und Nebenwirkungen der einzelnen Maßnahmen zu analysieren. Diese Haltung wird er wahrscheinlich auch beibehalten, wenn er Chef der Notenbank ist.

Der neue Gouverneur steht vor einem Berg von Herausforderungen

Die erste geldpolitische Maßnahme, die die BOJ unter einem neuen Gouverneur ergreift, wird wahrscheinlich eine umfassende Überarbeitung des YCC (Kontrolle der Renditekurve) sein, möglicherweise durch eine weitere Ausweitung der Renditevolatilitä tbandes oder der kompletten Abschaffung dieses Bandes. Allerdings dürfte der frühmöglichste Termin dafür Mitte oder Ende April sein.

Die zweite Maßnahme könnte die Änderung des Inflationsziels von 2 % in ein mittel- bis langfristiges (höheres) Ziel sein, um beispielsweise die Geldpolitik wieder flexibler zu gestalten und ein Umfeld zu schaffen, das der Normalisierung förderlich ist. Da die Umsetzung hierfür aber auch die Abstimmung mit der Regierung erfordert, könnte dieses Vorhaben etwas Zeit benötigen. Aber auch eine Anhebung des Inflationszieles von 2 % zum Beispiel auf 3 % dürfte diskutiert werden, da Ueda auch auf die dovishe Seite schwenken könnte und dem Markt weiteren Stimulus zufügen will. Dies wäre dann wie bereits bei QE als eine Art Test für andere Notenbanken zu werten, da es auch hier einige Stimmen gibt, die dies fordern, da die Inflation hoch bleiben wird.

Der dritte Punkt wird die Abschaffung der Negativzinsen und des YCC sein, die allerdings erst umgesetzt werden können, wenn sich das wirtschaftliche und finanzielle Umfeld verbessert hat. Danach dürften in den nächsten Jahren Maßnahmen zur quantitativen Straffung, wie die Verringerung der JGB-Anleihenbestände, und die Reduzierung der ETF-Bestände sein.

Die Normalisierung der Geldpolitik kann während der Amtszeit des neuen Gouverneurs Ueda nicht ausgeschlossen werden, allerdings ist dies zum jetzigen Zeitpunkt alles andere als sicher. Der Yen scheint angeschlagen und weitere Abwertungen drohen, wenn Japan es bei der ultra-lockeren Geldpolitik belässt. Grundsä tzlich gilt es nämlich auch in Japan darum, ein Fundament zu schaffen, dass das große japanische Geldexperiment in Schach hält und auch für künftige Gouverneure der BOJ die schwere Last der Normalisierung der Geldpolitik erträglicher zu machen.

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