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TUI Aktie – Es hört nicht auf

Keine Tests mehr, kein Abstand und keine Masken, dafür Sonne, Strand, Meer und die Party nicht zu vergessen – so könnte sich eine Zeit nach und ohne Corona anfühlen. Das Ende der Pandemie, sofern es denn kommen sollte, machte der Reisebranche in den letzten Monaten Mut. Die Sehnsucht der Menschen nach ihrem nächsten Traumurlaub ist groß.

Die letzten Quartalszahlen von Oktober bis Dezember, die im Februar vorgelegt wurden, verdeutlichen diesen Trend. TUI konnte den Umsatz auf 2,37 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr verfünffachen, während sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 676 auf nur noch minus 274 Millionen Euro verbesserte. Für den Sommer liegen die Neubuchungszahlen laut TUI bereits wieder über Vorkrisenniveau. Und im Frühjahr will der Konzern 700 Millionen Euro Staatshilfe zurückzahlen. Doch für die Aktionäre sind die Aussichten alles andere als rosig. Ihr Anteil wird schon wieder verwässert.

TUI mit erneuter Kapitalerhöhung

Um diese geleistete Staatshilfe während der Pandemie jetzt zurückzuzahlen, führt TUI erneut eine Kapitalerhöhung durch, um dadurch rund 425 Millionen Euro an frischen Mitteln einzusammeln.  Mehr als 162 Millionen neue Aktien wurden zu einem Preis von 2,62 Euro bei Investoren platziert, teilte das Unternehmen mit. Die Einnahmen sollen in die vollständige Rückzahlung der stillen Einlage des deutschen Staates fließen, wie TUI mitteilte. Dabei geht es um ein Teilpaket im Wert von 671 Millionen Euro, das der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes der TUI in der Pandemie zur Verfügung gestellt hatte. Insgesamt war der Reisekonzern mit insgesamt 4,3 Milliarden Euro Finanzhilfe in der Corona-Krise gestützt worden.

Tourismusbranche weiterhin unter Druck

Eine Rückkehr in die Normalität sollte demnach insbesondere den stark getroffenen Reisesektor wiederbeleben. Schon bei den ersten beiden Wiedereröffnungen der Wirtschaft – im Sommer 2020, nachdem der erste Lockdown beendet war und im Frühjahr 2021, nachdem die Impfungen der gefährdeten Gruppen weit vorangeschritten waren – war zu spüren, wie gefüllt die angesparten Urlaubskassen und wie hoch das entsprechende Umsatzpotenzial für die Reiseveranstalter sein können. Die Hoffnung ist, dass die Verbraucher schon bald mit einem dauerhaften Vertrauen in ihre eigene Sicherheit reisen, was wiederum eine lang andauernde Wachstumsphase der Branche auslösen könnte.

TUI muss sparen statt investieren

Das Problem ist, dass TUI, um des Überlebens Willen einen enormen Schuldenberg angehäuft hat, für den Zinsen fällig werden, die natürlich Quartal für Quartal und Jahr für Jahr den Gewinn mindern, bis sie irgendwann zurückgezahlt sind. Darüber hinaus wurden erhebliche Kapitalerhöhungen durchgeführt, wodurch das Ergebnis je Aktie in Zukunft enorme Schwierigkeiten haben dürfte, das Vorkrisenniveau zu erreichen. Blöd ist ebenfalls die Tatsache, dass die bisherigen Kapitalerhöhungen scheinbar immer noch nicht ausreichen, da TUI heute erneut eine Kapitalerhöhung vorgenommen hat. Der Unternehmenswert liegt zum aktuellen Zeitpunkt mit rund 9,6 Milliarden Euro fast so hoch wie zu Spitzenzeiten 2015/2018, als die Aktie deutlich über 10 EUR notierte.

Damit täuscht der niedrige absolute Kurs der Tui Aktie aktuell etwas über die tatsächliche Bewertung des Unternehmens. Der TUI Konzern ist nicht niedrig bewertet. Das Unternehmen wird nämlich genauso hoch bewertet, wie zu Zeiten als man eine kerngesunde Bilanz hatte und hohe Dividenden ausgeschüttet hat. Der mögliche Boom der Tourismusbranche in den nächsten Monaten ist damit vom Markt ein Stück weit vorweggenommen.

TUI Aktie nur optisch günstig?

Wer also als Anleger an die TUI glaubt, muss sich bewusst sein, dass man mit der eigenen Investition fast ein bisschen Roulette spielt, da die operative Lage des Unternehmens von einer sehr labilen Bilanz abhängt. Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma wäre der Verkauf der einzelnen Unternehmenssparten, um den Versäumnissen der letzten Jahre Rechnung zu tragen und die Bilanz zu verbessern. Aber dass dieser extreme Schritt bereits in der Führungsetage auf dem Tisch liegt, darf bezweifelt werden. Für Anleger mit Hang zum Risiko und langem Atem könnte sich die Geduld am Ende allerdings auszahlen, den langen Weg aus einem tiefen Tal der Tränen mit dem Konzern aus Hannover gemeinsam zu gehen.

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