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Ölpreis – OPEC optimistisch, es bleiben aber Unbekannte

Die Ölpreise und -aktien gehen in einer guten Verfassung in das Jahr 2022, nachdem sie den Markt 2021 nach einem Jahrzehnt der Unterperformance deutlich übertroffen haben. Die Energietitel in den S&P Sektorenindizes stiegen 2021 um 49 %, große diversifizierte Ölunternehmen um 45 % und Ölproduzenten um 86 %. Die Ölpreise stiegen um 50 % und überstanden dabei mehrere Covid-19-Varianten und andere wirtschaftliche Herausforderungen.

Steigt der Ölpreis auch im Jahr 2022?

Das Jahr 2022 bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich, nicht zuletzt, weil der Ölpreis zu Beginn des Jahres deutlich höher liegt als vor einem Jahr, sodass weniger Spielraum für Enttäuschungen oder wirtschaftliche Dellen bleibt.

Wall-Street Analysten sind im Allgemeinen optimistisch, was die Branche im Jahr 2022 betrifft. Viele Unternehmen haben ihre Bilanzen bereinigt und neue Dividenden- und Rückkaufprogramme angekündigt. Der Energiesektor ist also auch in diesem Jahr ein interessanter Sektor, auch im Hinblick auf die weiter steigenden Energiekosten.

Was sind die Risikofaktoren?

Aber es stehen große Fragen im Raum, von denen einige die Entwicklung der Branche grundlegend verändern könnten. Die drei größten Unbekannten zu Beginn des Jahres sind die Pläne der OPEC zum Ausgleich von Preisen und Marktanteilen, Russlands Absichten in der Ukraine und die Produktionsmengen der US-Produzenten. Sollten die ersten beiden Gründe den Erwartungen widersprechen, könnten die Preise in die Höhe schnellen; sollte der dritte Faktor überraschen, könnten sie sinken.

Die OPEC bleibt optimistisch

Am vergangenen Dienstag hat sich die OPEC und Russland darauf geeinigt, ihr Programm der schrittweisen monatlichen Produktionssteigerung im Februar fortzusetzen und die Produktion um 400.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, aber es gibt wachsende Zweifel, ob sie die zusätzlichen Barrel liefern können.

Das anhaltende Versäumnis, die Produktion gemäß dem im Juli beschlossenen Zeitplan zu erhöhen, trägt dazu bei, dass die Ölpreise relativ hoch bleiben, obwohl ein Anstieg der Coronavirus-Fälle aufgrund der Omicron-Variante die Wirtschaftstätigkeit und die Ölnachfrage zu dämpfen droht.

Einige Produzenten in der 23 Mitglieder zählenden OPEC-Plus-Gruppe, darunter Saudi-Arabien und der Irak, konnten ihre Fördermengen kräftig steigern, während andere hinterherhinken. Eine Reihe von Problemen, darunter politische Unruhen und unzureichende Investitionen in Bohrfelder, bremsen sie aus.

Die OPEC ist mit politischen Risiken konfrontiert. Ende 2021 kündigten die ölverbrauchende Länder, darunter die USA, Japan und China, Pläne zur Freigabe von Reserven aus staatlich kontrollierten Lagertanks an, um die Preise zu drücken. Diese koordinierte Aktion war beispiellos und läutete eine neue Ära für die Ölpreise ein - wenn die OPEC zu viel tut, um die Preise zu erhöhen, könnten die Ölverbraucher versuchen, die Preise selbst zu drücken.

Russland bleibt auch ein Risiko

Ein Mitglied der OPEC+-Allianz könnte einen viel größeren Schock auslösen. Sollte Russland in die Ukraine einmarschieren, würde dies wahrscheinlich Sanktionen der USA und anderer Länder auslösen, die die Energiepreise in die Höhe treiben könnten. Die Auswirkungen einer solchen militärischen Konfrontation auf den Markt könnten sehr folgenreich sein, insbesondere angesichts der ohnehin schon prekären Energieversorgungslage in Europa.

US-Schieferöl Produzenten sind wichtig

Während die Maßnahmen der OPEC und Russlands einen Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben könnten, könnte ein dritter Faktor die Preise einbrechen lassen. Die US-Schieferölproduzenten haben sich verpflichtet, ihre Ölproduktion mittels Fracking langsam zu drosseln. Wenn sie sich an diese Zusage halten, würden dies die Ölpreise ebenfalls begünstigen.

Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass einige Produzenten darauf brennen, von den hohen Ölpreisen mehr profitieren zu wollen und möglicherweise mehr fördern wollen. In der Vergangenheit hat eine Überproduktion oft zu einem Einbruch der Ölpreise geführt. Die U.S. Energy Information Administration hat einen relativ stetigen Anstieg der US-Produktion auf durchschnittlich 11,8 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2022 prognostiziert, gegenüber 11,7 Millionen im November 2021.

Aus einer aktuellen Umfrage geht jedoch hervor, dass einige Unternehmen besonders daran interessiert sind, ihre Produktion zu steigern. Die jüngste Energieumfrage der Federal Reserve Bank of Dallas ergab, dass 49 % von ihnen eine Produktionssteigerung als ihr wichtigstes Ziel für 2022 ansehen. Die Unternehmen planen auf der Grundlage eines durchschnittlichen Ölpreises von 64 US-Dollar pro Barrel und liegen damit deutlich über ihren Planungsannahmen für die vergangenen Jahre. In den Jahren 2019 und 2020 gingen sie von 54 USD als Richtwert aus.

Wenn die Unternehmen davon ausgehen, dass die Ölpreise über einen längeren Zeitraum hinweg hoch bleiben, werden sie möglicherweise mit der Exploration beginnen, was zum nächsten Preisrückgang führen könnte. Das könnte den Schwung der Branche dann schnell wieder bremsen.

Wie könnte es mit dem Ölpreis weitergehen?

Seit den Kurskapriolen im April 2020 hat sich der Ölpreis deutlich erholt. Im Oktober 2021 erreichte Öl der Sorte Brent mit knapp 87 USD den höchsten Wert seit dem Jahr 2018. Der im Dezember einsetzende Kurssturz wurde vor allem durch die Angst eines erneuten Lockdowns, aufgrund der Omikron-Variante verursacht. Derzeit orientiert sich der Ölpreis der Sorte Brent allerdings wieder nach oben und ist nicht mehr weit vom Hochpunkt bei 87 USD entfernt. Gelingt hier ein Ausbruch auf die Oberseite, würde sich ein Anstieg bis in den Bereich bei 106 USD ergeben. Fällt der Kurs jedoch unter das "Omikron-Tief" bei 69,37 USD zurück, muss ein tieferer Rücksetzer bis in den Bereich bei 60,47 USD einkalkuliert werden.

Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 06.01.2022

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