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Jeff Bezos letzter Arbeitstag - Was könnte dies für die Amazon Aktie bedeuten?

Amazon.com Gründer Jeff Bezos nahm gestern nach 27 Jahren seinen Hut, als CEO des Unternehmens und machte den Weg frei für einen neuen Vorstandsvorsitzen. Jeff Bezos übergab den Staffelstab an Andy Jassy, einem Amazon-Veteranen, der bereits seit 24 Jahren beim Unternehmen ist und bisher Amazon Web Services (AWS), das dominierende Cloud-Computing-Geschäft des Unternehmens, aufgebaut und geleitet hat.

Wie Wall-Street-Analysten zu sagen pflegen, steht Jassy ein harter Vergleich bevor. Bezos war schon immer ein harter Brocken, dem es zu folgen galt und er verlässt das Unternehmen an der Spitze. Bezos verlässt das Unternehmen jedoch nur im operativen Sinne. Er bleibt weiterhin Executive Chairman Aufsichtsratsvorsitzender und der größte Aktionär des Online-Händlers. 
Das Geschäft von Amazon glänzte während der Pandemie. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 44 % an. Dies stellte das größte Quartalswachstum des Unternehmens seit 2011 dar. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn auf 8,1 Milliarden USD, der größte Quartalsgewinn aller Zeiten. Aufgrund der steigenden Nachfrage stellte Amazon im Jahr 2020 mehr als 500.000 Mitarbeiter ein und steigerte damit seine Gesamtbelegschaft auf mehr als 1,3 Millionen.
Der AWS-Umsatz wuchs im ersten Quartal um 32 % auf 13,5 Milliarden Dollar was einem Jahresumsatz von weit über 50 Milliarden Dollar entsprechen würde. Das macht Amazon zu einem der größten Enterprise-Computing-Unternehmen der Welt - größer als Oracle , SAP oder Salesforce.com. Das Online-Einzelhandelsgeschä ft von Amazon hatte einen Umsatz von 52,9 Milliarden Dollar vorzuzeigen, ein Plus von 41 %. Dienstleistungen von Drittanbietern wie Fulfillment und Lieferung stiegen um 60 % auf 23,7 Milliarden Dollar (ungefähr die Größe von FedEx). Die Abonnement-Dienste, vor allem Amazon Prime, hatten einen Umsatz von 7,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 36 %, was einer Run-Rate (möglicher Jahresumsatz) von über 30 Milliarden Dollar entsprechen würden.  (etwas größer als Netflix). Andere Einnahmen - hauptsächlich Werbung - erreichten 6,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 77 %.
Amazons Marktkapitalisierung liegt nun bei 1,7 Billionen Dollar, was unter den börsennotierten Unternehmen zum dritten Platz reicht hinter Apple und Microsoft. 

Kann Jeff Bezos ersetzt werden? 

Trotz der riesigen und beeindruckenden Zahlen rührt sich die Amazon-Aktie seit fast einem Jahr kaum vom Fleck. Sie ist im bisherigen Jahresverlauf nur um 6 % gestiegen, gegenüber 15 % für den S&P 500 Index. Es gibt mehrere Gründe für die Vorsicht der Investoren, einschließlich des CEO-Wechsels. Große Tech-Unternehmen haben eine gemischte Bilanz, wenn es darum geht, Gründer-CEOs zu ersetzen. Die positive Erfolgsgeschichte ist Apple-CEO Tim Cook, der 2011 den Spitzenjob von Steve Jobs übernahm. Die Apple-Aktie ist seit seinem Amtsantritt um 1.000 % gestiegen.
Das abschreckende Beispiel ist Microsoft, wo Steve Ballmer im Januar 2000 die Nachfolge von Bill Gates als CEO antrat und 14 Jahre lang in dieser Rolle blieb. Der Umsatz von Microsoft verdreifachte sich mit Ballmer an der Spitze, aber die Aktienperformance war mau. 
Es gibt auch Befürchtungen, dass sich das E-Commerce-Wachstum von Amazon verlangsamen könnte, wenn die Wirtschaft wiedereröffnet wird.  Die Herausforderung für Jassy besteht darin, eine weiche Landung zu schaffen und das Wachstum in anderen Bereichen voranzutreiben, um eine Verlangsamung des E-Commerce auszugleichen.

Ist Amazon von der Zerschlagung bedroht? 

In der Zwischenzeit bleiben die regulatorische Risiken ein Gegenwind. Der erst kürzlich eigefedelete 8,5 Milliarden Dollar Deal von Amazon für das Filmstudio MGM erhält erhebliche Aufmerksamkeit von Aufsichtsbehörden und Gesetzgebern. Die neu ernannte Vorsitzende der Federal Trade Commission, Lina Khan, hat ihre Karriere zum Teil damit aufgebaut, dass sie sich auf die Marktdominanz von Amazon konzentriert hat. Im Jahr 2017 schrieb sie einen inzwischen berühmten Artikel in der Yale Law Review mit dem Titel "Amazon's Antitrust Paradox."

Das Worst-Case-Szenario – dass derzeit im US-Repräsentantenhaus geprüft wird - könnte Amazon dazu zwingen, sich von Geschäften zu trennen, die direkt mit den Kunden konkurrieren, d.h. von seinen Dritthändlern. Das könnte Amazons Fähigkeit, seine eigenen Markenprodukte zu verkaufen, ein Ende setzen.
Das subtilere Risiko ist, dass der erhöhte regulatorische Fokus wahrscheinlich Amazons Fähigkeit einschränkt, durch Akquisitionen zu wachsen. Der Ausgang der MGM-Transaktion wird als wichtiger Testfall dienen.

Amazon sieht sich auch mit anhaltenden Problemen im Bereich der Arbeitsbedingungen konfrontiert, selbst nachdem die Mitarbeiter im Werk in Bessemer, Alabama, eine Abstimmung über eine gewerkschaftliche Organisation abgelehnt haben. Das Unternehmen unternimmt große Anstrengungen, um als „Bester Arbeitgeber der Welt" bekannt zu werden. Dennoch wird Amazon wahrscheinlich ein Ziel der Politik bleiben. Auf ihrem Jahreskongress Ende letzten Monats haben die Gewerkschaften in den USA eine Maßnahme verabschiedet, die eine breite gewerkschaftliche Organisierung der Amazon-Belegschaft unterstützt.

Wie könnte es mit der Amazon Aktie weitergehen? 

Was die Aktie betrifft, so sind viele Marktbeobachter weiterhin der Meinung, dass die Amazon Aktie eine der besten Aktie der Welt sein könnte, insbesondere auf lange Sicht. 
Analysten der Research Bank Jeffries gehen davon aus, dass die Einzelteile von Amazon einen Wert von bis zu 3 Billionen Dollar haben könnten. Diese Schätzung beinhaltet einen prognostizierten Wert von 1,2 Billionen Dollar für AWS, 1 Billion Dollar für Amazons Kerngeschäft im Einzelhandel und 600 Milliarden Dollar für sein Anzeigengeschäft. Und es gibt noch andere faszinierende Teile, wie die schnell wachsende Logistiksparte und die noch im Entstehen begriffene Einheit für Gesundheitsdienstleistungen des Unternehmens.
Sogar der bärische Fall - eine erzwungene Auflösung – könnte sich also als bullisch darstellen. Wenn AWS ein eigenständiges Unternehmen wäre und mit dem gleichen Umsatzmultiplikator wie das Cloud-Software-Unternehmen Snowflake bewertet würde, wäre AWS mehr als 4 Billionen Dollar wert. Das ist sicherlich etwas abenteuerlich, aber es kann einem Investor ein Gefühl für die Größe und Macht von Amazons zugrunde liegenden Vermögenswerten geben. Somit bleibt auch unter dem neuen Chef Andy Jassy Amazon ein nicht zu unterschätzendes Unternehmen. 

Amazon Aktien Chart 

Der Online-Handel boomt weiterhin. Demnächst stehen erneut die Quartalszahlen an. Derzeit gehen die Schätzungen erneut von einem neuen Rekordquartal für Amazon aus. Durch die guten Aussichten scheint auch, die Amazon Aktie langsam wiederzuerwachen. Die seit letzten September andauernde Seitwärts-Phase könnte mit einem Ausbruch über 3.549 USD enden und ein neuer Anstieg im Sinne des Aufwärtstrends in Richtung der 4.074 USD Marke beginnen. Die positive Ausgangslage würde sich aktuell jedoch unter dem letzten Tief bei 2.886 USD eintrüben und weitere Abgaben mit sich bringen. Die dadurch dann mögliche Korrektur könnte sich dann sogar bis in den Bereich bei 2.047 USD ausweiten. 

Quelle: CMC Markets Plattform, Tageschart, 06.07.2021

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