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Inflation vs. Finanzmarktstabilität – Wann endet der Zinserhöhungszyklus?

Trotz weltweit dynamisch steigender Zinsen, Turbulenzen am britischen Finanzmarkt und einer überraschenden Interventionsankündigung der dortigen Notenbank dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass die Geldpolitik auch in Zukunft an ihrem obersten Ziel festhalten wird, die Inflation zu bekämpfen. Die Teuerung allerdings hinkt dem Wirtschaftszyklus hinterher, sodass die Strategie die Zentralbanken zu lange auf einem zu restriktiven Kurs halten könnte, was nicht nur zu Instabilitäten am Finanzmarkt, sondern auch in die wirtschaftliche Depression führen könnte. Zeichnet sich also doch ein Umdenken der Notenbanken ab und die Märkte sind zu Recht fast schon euphorisch ins vierte Quartal gestartet.

Zuvor hatte noch die Angst, dass die Zinsen zu schnell und zu weit steigen, die Märkte unter Druck und nicht zuletzt wohl einige Pensionsfonds im Vereinigten Königreich ins Trudeln gebracht. Daraufhin erklärte die Bank of England, dass sie den Kauf von langfristigen Staatsanleihen aufnehmen wird, um den Anleihemarkt zu stabilisieren, nachdem die britische Regierung trotz zweistelliger Inflationsraten umfangreiche Steuersenkungen angekündigt hatte. Schon war viel in den Finanzmedien von „QE statt QT“ zu lesen und es keimte die Hoffnung unter den Anlegern auf, dass diese Aktion Schule machen und nicht zuletzt die Fed diesem Beispiel folgen und einen Schwenk in der Geldpolitik vollziehen könnte. 
 

Bank of England ist keine Blaupause für die Fed

Dabei hat dieser Schritt wahrscheinlich nur den Zusammenbruch eines Pensionsfonds oder einer Bank inmitten eines ungeordneten Gilt-Marktes verhindert und ist auch mit Blick auf die Größenordnung nur als eine winzige Liquiditätsspritze im globalen Kontext einzuordnen. Der Umfang der Käufe soll lediglich 10 bis 20 Milliarden US-Dollar ausmachen und läge damit effektiv bei weniger als einem Viertel der monatlichen Reduzierung innerhalb des laufenden QT-Programms. Deshalb ist dies auch nicht der Moment, in dem die Notwendigkeit eines globalen Pivots, also einem Umdenken und vor allem auch Umlenken der wichtigsten Notenbanken, erkennbar wird. Ein weiterer Grund, warum der Schritt der BoE wahrscheinlich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Entscheidungen der US-Notenbank Fed haben wird, sind die unterschiedlichen Mandate beider. Die BoE auf der einen Seite hat als eine der wenigen Zentralbanken das ausdrückliche Ziel der Finanzstabilität, im Gegensatz zum Doppelmandat der Fed, das sich auf Preisstabilität und Vollbeschäftigung bezieht. 
 

Antizipation eines Fed-Kurswechsels könnte verfrüht sein

Dennoch reagierten die amerikanischen und europäischen Aktien- und Anleihemärkte mit deutlichen Kursgewinnen auf die Aktion. Investoren haben damit begonnen, den Fed-Pivot wieder einzupreisen, antizipieren also einen baldigen Kurswechsel in der Geldpolitik. Ihre Argumentation: Auch die Fed kann die Zinssätze nicht weiter so aggressiv erhöhen, während sie ihre Bilanz schrumpfen lässt, weil die Stärke des US-Dollars, die zum Teil auf die Straffung der Fed zurückzuführen ist, auf den globalen Finanzmärkten für Chaos sorgt. Dann müsste die Fed auch in den Markt intervenieren, da die Pensionskassen und andere Marktakteure mit der Geschwindigkeit der Zinsanhebungen irgendwann Probleme bekommen könnten, wie gerade in Groß britannien gesehen.

Der Markt hat in diesem Jahr aber schon viele mögliche Trendwenden in Sachen Geldpolitik und Zinsen eingepreist, nur um immer wieder enttäuscht zu werden. Werden die Anleger nun wieder enttäuscht oder geht die angehaltene Uhr beim fünften oder sechsten Versuch dann richtig? Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 75 Basispunkte auf der Sitzung Anfang November hat auf jeden Fall nicht abgenommen. Das derzeit favorisierte Szenario sieht also vor, dass die Fed noch einen Monat lang die volle Härte an den Tag legt und sich dann langsam, aber sicher in eine abwartende Haltung zurückzieht. Damit dürfte sich erst in vier Wochen zeigen, wie die Fed den Schritt ihrer Londoner Kollegen beurteilt und welche Schlüsse sie daraus zieht. Jetzt schon auf den Fed-Pivot zu spekulieren, könnte sich dann als verfrüht herausstellen.

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