DAX kommt nicht vom Fleck – Rotation statt Neuinvestments
Der DAX bleibt richtungslos: Anleger setzen auf defensive Branchenrotation statt auf neue Investments.
Die Anleger in Frankfurt bleiben im Spannungsfeld zwischen dem saisonalen Ausstiegseffekt am Aktienmarkt im Mai und den Ereignissen im Nahen Osten gefangen. Die wieder steigenden Ölpreise fachen die Inflationssorgen immer wieder neu an und sorgen so für Zurückhaltung auf dem Börsenparkett.
Im DAX war das Bild heute deshalb zweigeteilt. Die Investoren positionieren sich nicht neu. Stattdessen findet eine klassische Branchenrotation statt, die kaum Raum für nachhaltige Liquiditätszuflüsse bietet. So waren heute Energiewerte und vereinzelte Pharmaunternehmen gesucht. Auch die Aktien von BASF und Brenntag schafften es auf die Gewinnerliste. Dagegen wurden die Aktien von Rheinmetall und Gea weiter verkauft. Ziel der meisten Anleger ist eine defensive und damit risikoaverse Ausrichtung, wobei sie auf potenzielle Kursgewinne nicht verzichten wollen. Der Investitionsgrad kann durch diese Vorgehensweise beibehalten und die Risiken grundsätzlich besser angepasst werden.
Zudem fokussiert sich der Markt auf die makroökonomischen Daten und die folgenden politischen Ereignisse, wie das Treffen zwischen US‑Präsident Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping ab Donnerstag. Ab Freitag wird dann der neue Notenbankvorsitzende Kevin Warsh die Geld- und Zinsmarktpolitik in den USA maßgeblich prägen.
Alles in allem besteht weiter die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Iran-Kriegs und unterstützt das Niveau im DAX zwischen 23 900 und 24 200 Punkten.

DAX rutscht weiter ab – Ungelöster Nahost-Konflikt hält Nervosität hoch
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