DAX startet schwächer in die neue Woche – Nahost-Verhandlungen in der Sackgasse
Steigende Ölpreise, schwache Vorgaben aus Asien und neue Inflationssorgen könnten den DAX zum Wochenstart belasten.
Der DAX dürfte mit einem leichten Minus in die neue Handelswoche starten und damit zunächst seinen Abwärtstrend fortsetzen.
Die Unsicherheit im Nahen Osten bleibt, die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind zum wiederholten Mal gescheitert. Die Marktreaktionen sind unmissverständlich: Die Ölpreise legen zu und an den asiatischen Börsen nehmen die Anleger Gewinne mit. Zusätzlich belasteten schwache Unternehmenszahlen vom japanischen Konzern Nintendo und dem australischen Unternehmen CSL. In China sorgten höher als erwartete Inflationsdaten für schlechte Stimmung. Sowohl die Erzeuger- als auch die Verbraucherpreisdaten stiegen im April deutlich stärker als erwartet. Die Teuerung im Reich der Mitte steigt auf ein Vierjahreshoch.
Auch in Europa bleiben die hohen Rohölpreise ein Belastungsfaktor, da sich auch hier die erkennbare Inflationsgefahr mit einem rückläufigen Konsumverhalten paaren könnte. Die neue Handelswoche hält ohnehin sehr viele wichtige Impulse in Form von makroökonomischen Daten parat. In den Fokus der Anleger rückt zudem das Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Am Freitag erfolgt der Stabwechsel bei der US‑Notenbank. Kevin Warsh wird das Zepter von Jerome Powell als Vorsitzender übernehmen.
Die kommenden Handelstage könnten eine große Menge an Überraschungspotential und Volatilität in die Finanzmärkte bringen. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 23 900 und 24 400 Punkten bewegen.

DAX rutscht weiter ab – Ungelöster Nahost-Konflikt hält Nervosität hoch
Der DAX bleibt unter Druck: Geopolitische Risiken, US-Konjunkturdaten und Gewinnmitnahmen belasten die Stimmung der Anleger.

