DAX legt wieder Rückwärtsgang ein – Ölpreis bleibt über 100 US-Dollar
Schwache Stimmung an den Märkten: Hohe Ölpreise, geopolitische Unsicherheit und Inflationssorgen setzen den DAX unter Druck.
Der DAX dürfte zum heutigen Handelsstart wieder den Rückwärtsgang einlegen und knapp über der Marke von 22 700 Punkten eröffnen.
Nach den widersprüchlichen Signalen rund um potenzielle Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat sich die Stimmung auf dem Börsenparkett wieder eingetrübt. Die Investoren bleiben vorerst im Risk-off-Modus, trennen sich von spekulativen Anlagen und suchen sichere Häfen auf. In Asien ging es dadurch auch wieder abwärts. Insbesondere die technologielastigen Börsen in Südkorea und Tokio litten unter Liquiditätsabflüssen.
Für den DAX deutet sich ebenfalls eine schwächere Handelseröffnung an, auch weil der Rohölpreis für die Sorte Brent wieder über 100 US-Dollar gestiegen ist. Das hartnäckige Festhalten an dieser runden Marke stellt ein klares Inflationsrisiko dar. Je länger die Preise für Öl und Gas hoch bleiben, desto stärker fallen die Teuerungseffekte aus. Hinzu gesellen sich Lieferkettenstörungen, was sich in der konjunkturellen Entwicklung der kommenden Monate widerspiegeln wird. Speziell Europa befindet sich durch die hohe Abhängigkeit von Rohstoffen aus dem Nahen Osten in einer prekären Situation.
Das GfK-Konsumklima in Deutschland fiel für den Folgemonat April bereits schwächer aus als erwartet. Außerdem stehen heute noch Daten zum US-Arbeitsmarkt und die Veröffentlichung der US-Notenbankbilanz auf der Agenda. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX in einer Handelsspanne zwischen 22 500 und 22 850 Punkten bewegen.

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