DAX gibt Gewinne wieder ab – Nervosität bleibt mit Blick nach Nahost hoch
Nahost, US-Zahlen und Fed-Signale halten den DAX in Bewegung – doch ein klarer Trend fehlt.
Es bleibt dabei: Die Nachrichten aus dem Nahen Osten sorgen für Nervosität und Kursausschläge in beide Richtungen, aber letztlich bewegt sich der DAX nicht wirklich vom Fleck.
Das Handelsvolumen bleibt eher unterdurchschnittlich, und die ersten Anleger rufen sich den Börsenspruch „Sell in May“ ins Gedächtnis. Sie stehen zwischen Baum und Borke und müssen abschätzen, ob sie den Unternehmensdaten oder den makroökonomischen Daten mehr Gewicht für ihre Anlageentscheidungen beimessen sollen. In dieser Woche wird es an der Wall Street noch einmal spannend, wenn rund 20 Prozent der S&P-500-Unternehmen ihre Ergebnisse vorlegen werden. Die bisherige US-Berichtssaison verlief wesentlich besser, als es viele Anleger im Vorfeld erwartet hatten. In Deutschland fällt die Bilanz bisher etwas ernüchternder, weil durchwachsener aus. Generell lässt sich eine weiter auseinanderdriftende Kluft zwischen den europäischen und den US-Unternehmen erkennen.
Der Fokus richtet sich deshalb in dieser Woche verstärkt auf den Arbeitsmarkt in den USA und die zukünftige Geldpolitik in den USA wegen der Redebeiträge von 11 US-Notenbankern. Die höheren Energiepreise werden nicht geräuschlos an der Realwirtschaft vorbeiziehen, und auch die Situation auf dem Düngemittelmarkt dürfte noch für Preisturbulenzen im Lebensmittelsektor sorgen. Die nachgelagerten Auswirkungen machen es für viele Investoren schwer, den Gesamtkontext zu den Quartalsergebnissen und dem Konsumverhalten herzustellen.
Die jetzt beginnende Hauptversammlungssaison im DAX spült zwar Gelder in die Kassen der Aktionäre, doch bleibt es derzeit fraglich, ob diese wieder an den europäischen Aktienmärkten reinvestiert werden.

Zwischen geopolitischer Eskalation und Big-Tech-Euphorie
Geopolitische Unsicherheit und starke Tech-Earnings prägen das Marktbild. Öl, Inflation und KI-Investitionen bleiben im Fokus.

