DAX verschnauft nach Turnaround – Gewinnmitnahmen halten an
Nach der jüngsten Erholung bleibt der DAX stabil, doch Gewinnmitnahmen bei Technologie- und KI-Aktien bremsen die Dynamik.
Nach dem Turnaround gestern dürfte der DAX in etwa auf seinem Vortagesschlussniveau bei rund 24 300 Punkten in den heutigen Handel starten.
Die Anleger mussten in den vergangenen 24 Stunden wieder zahlreiche Nachrichten bezüglich der Lage im Nahen Osten verarbeiten. Die Verschiebung des Angriffs der USA auf den Iran konnte den Kursen wieder etwas Rückenwind geben, der auch den asiatischen Börsen zu einer positiven Entwicklung verhalf. In Japan fielen die Zahlen zum Wirtschaftswachstum zwar besser als erwartet aus, konnten die Tendenz zu Gewinnmitnahmen aber nicht stoppen.
Diese finden derzeit verstärkt in den Technologiesektoren und speziell bei den KI-Aktien statt. In den vergangenen Wochen haben die Kursgewinne auch bei den Halbleiterunternehmen die Aktienindizes stark dynamisiert. Die Hoffnung auf einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel in der Gesellschaft durch Künstliche Intelligenz und die sich daraus ergebenden Gewinnaussichten für die betreffenden Unternehmen trieben dabei die Aktien vor sich her und ließen die Kurse heißlaufen. Diese Übertreibung wird nun mehr und mehr abgebaut.
Für den Handelsstart im DAX zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. Die Aktien von Infineon notieren vorbörslich am Indexende, während auf der Gewinnerseite erneut die Versicherungsunternehmen, Rüstungswerte und defensive Branchen landen könnten.
Die heutige Tagesagenda ist ausgedünnt, lediglich die Daten zu den schwebenden Hausverkäufen in den USA fallen auf. Zusätzlich gibt es einige Redebeiträge von Notenbankern der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 100 und 24 400 Punkten bewegen.

DAX koppelt sich von der Wall Street ab – Ölpreise verharren auf hohem Niveau
Der DAX zeigt sich widerstandsfähiger als die Wall Street, doch hohe Ölpreise und die fragile Nahost-Lage bleiben ein Risiko.

