DAX kann 24 000er-Marke nicht halten – Unbehagen vor dem Wochenende
Geopolitische Spannungen und Unsicherheit vor dem Wochenende bremsen den DAX und sorgen für Zurückhaltung bei Investoren.
Die Anleger befinden sich weiter in einer Pattsituation. Einerseits bleibt die Situation im Nahen Osten unübersichtlich, andererseits bewegen sich einige Aktien von Unternehmen mittlerweile auf sehr interessanten Kursniveaus. Das Handelsvolumen nimmt seit einigen Tagen ab und zeigt auch die abwartende Haltung der Investoren.
Das Sentiment wurde durch den Iran-Krieg und die damit einhergehend stark gestiegenen Energiepreise eingetrübt. Im Vorfeld des Konflikts hatte sich eine erkennbare Bodenbildung in der deutschen Konjunktur aufgezeigt und eine potenzielle Trendwende angedeutet. Nun wird diese wirtschaftliche Bewegung infragegestellt, weil bislang nicht klar ist, wie sich die jüngsten Ereignisse auf die Inflation und das Konsumverhalten auswirken.
Besser als erwartete US-Verbraucherpreisdaten unterstützten zumindest die Stabilisierung am Aktienmarkt. Die Angst vieler Investoren vor einer anziehenden Teuerungsrate durch die stark gestiegenen Energiepreise scheint noch unbegründet. Die Kernrate der US-Verbraucherpreise fiel sogar mit 2,6 Prozent unter den erwarteten 2,7 Prozent aus.
Das bevorstehende Wochenende dürfte den meisten Anlegern jedoch etwas Unbehagen bereiten, da nicht klar ist, wie sich die Kriegsparteien in den kommenden 48 Stunden verhalten werden. Zu schnelllebig und kompliziert sind die aktuellen politischen und militärischen Wendungen im Nahen Osten.

DAX sucht seine Richtung – Optimismus und Zurückhaltung halten sich die Waage
Waffenruhe, Ölpreise und US-Inflation sorgen für Unsicherheit – der DAX bleibt orientierungslos.

