DAX legt wieder Rückwärtsgang ein – Ölpreis springt zurück über 100 US-Dollar
Steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen setzen den DAX erneut unter Druck und rücken Inflation sowie Zinsen in den Fokus der Anleger.
Die Anleger in Frankfurt reagieren weiter sehr sensibel auf die politischen und militärischen Ereignisse im Nahen Osten. Die sich fortsetzenden Angriffe entladen sich in wieder steigenden Energiepreisen. Die Rohölsorte Brent-Crude sprang heute zurück über 100 Dollar pro Barrel. Damit bleiben die Befürchtungen einer potenziell hohen Dynamik bei den Teuerungsraten und damit einhergehender stringenterer zinspolitischer Maßnahmen seitens der Notenbanken.
Im DAX standen heute insbesondere die Technologiewerte SAP und Infineon unter Abgabedruck. Auch die Aktien der Autobauer fanden sich auf der Verliererseite wieder. Die Vortagesgewinne sind zwar noch nicht komplett aufgezehrt, aber die Gefahr ausgedehnterer Kursverluste in den kommenden Handelstagen bleibt latent vorhanden. Diese Entwicklung würde dann eine klassische Bullenfalle darstellen und die darauffolgende Korrekturbewegung stärker ausfallen lassen.
Sowohl die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktdaten als auch die Daten zum Wirtschaftswachstum fielen schwächer aus als erwartet. Die PCE-Kernrate lag im Rahmen und zeigt noch keine Dynamisierung der Teuerungsrate in den USA auf. Dieses Dreigestirn wird auch in den kommenden Handelsmonaten sehr viel Beachtung unter den Investoren finden.
Der Krieg im Iran zahlt direkt und indirekt auf die weiteren Entwicklungen am US-Arbeitsmarkt und die Inflationsentwicklung ein. Danach wird auch die US-Notenbank ihre Zinspolitik ausrichten und entsprechend agieren. Derzeit rechnet der Finanzmarkt noch mit einer potenziellen Zinssenkung im vierten Quartal dieses Jahres.

DAX sucht seine Richtung – Optimismus und Zurückhaltung halten sich die Waage
Waffenruhe, Ölpreise und US-Inflation sorgen für Unsicherheit – der DAX bleibt orientierungslos.

