DAX kommt wieder etwas zurück – Wacklige Waffenruhe verunsichert
Steigende Ölpreise und geopolitische Risiken drücken auf die Stimmung der Anleger.
Der DAX wird zum Start in den Handel am Donnerstag bei 23 955 Punkten gesehen.
Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte vierzehntägige Waffenruhe zeigt sich als ein sehr wackeliges Konstrukt. Die fortgesetzten Angriffe Israels gegen den Libanon würden laut den Aussagen des Iran die Vereinbarung gefährden. Es war zu erwarten, dass sich die Verhandlungen und die Aufrechterhaltung der Waffenruhe als sehr schwierig zeigen werden. Die Situation im Iran ist weiterhin verworren und die vereinzelten Randkriegsschauplätze verkomplizieren die Situation zusätzlich.
Die Investoren ziehen zur Beurteilung der Lage die Ölpreise heran und reagieren direkt auf die Entwicklungen. So stiegen die Preise in der Brent-Crude-Sorte zuletzt erneut wieder an die 100-Dollar-Marke heran. Es zeichnet sich dadurch keine Entlastung für die energieabhängige deutsche Industrie und den europäischen Verbraucher ab.
Das führt zumindest kurzfristig auch zu erneuten Kursrücksetzern im DAX. Die Anleger müssen vorerst damit leben, dass der Krieg das marktbestimmende Thema bleiben wird. Auch wenn die US-Berichtssaison bereits ihre Schatten vorauswirft, stellen die Teuerungsraten und die zukünftige Zinspolitik der Notenbank die Weichen für den weiteren Trend am Aktienmarkt.
Deshalb könnten am heutigen Handelstag auch die anstehenden makroökonomischen Daten aus den USA in Form der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, der Konsumausgaben und der PCE-Kernrate auf Interesse stoßen.

DAX sucht seine Richtung – Optimismus und Zurückhaltung halten sich die Waage
Waffenruhe, Ölpreise und US-Inflation sorgen für Unsicherheit – der DAX bleibt orientierungslos.

