DAX schafft den Ausbruch (noch) nicht – Gewinnmitnahmen nach starken Nvidia-Zahlen

Der DAX springt über 25.300 Punkte, doch Gewinnmitnahmen bei Nvidia und schwaches Volumen bremsen den nachhaltigen Ausbruch.

CMC Analysts picture Andreas Lipkow-small
verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Nach einem zähen Start nahm der DAX im Tagesverlauf Fahrt auf und es gelang ihm der Sprung über die 25 300er-Marke. Doch dann setzten mit der Handelseröffnung an der Wall Street beim KI-Highflyer Nvidia nach erneut starken Zahlen Gewinnmitnahmen ein und zogen den DAX mit nach unten.

Die 25 300 Punkte sind genau das Niveau, auf dem der Markt bereits dreimal im Februar umgedreht ist. Prallt der Index jetzt erneut oben ab, könnten mehr und mehr Anleger so langsam, aber sicher die Geduld verlieren. Um das Allzeithoch anzulaufen, sollte der DAX diese Barriere also zeitnah aus dem Weg räumen.

Gesucht blieben heute die beiden Schwergewichte Siemens und SAP, die zusammen mit Aktien aus den zyklischen Branchen den Gesamtmarkt nach oben zogen. Die Aktien von Heidelberg Materials und Scout24 verloren nach ihren Bilanzvorlagen – ein Muster, das wir in dieser Berichtssaison schon mehrfach gesehen haben. Insgesamt aber ist zu beobachten, dass die Investoren den Schalter wieder auf Risiko stellen und ihre Zurückhaltung ob der geo- und handelspolitischen Sorgen etwas aufgegeben haben.

Vorsicht sollte allerdings auch deshalb weiter geboten sein, da sich das Handelsvolumen bereits seit einigen Handelstagen rückläufig entwickelt. Die aktuelle Konsolidierungsphase im DAX steht dadurch auf sehr tönernen Füßen. Daraus ergeben sich auf der anderen Seite aber auch Chancen, sollten die Käufer zurückkehren und die Kurse entsprechend unter höherem Handelsvolumen anziehen.

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