DAX baut Tagesgewinn aus – Deutsche Inflation springt auf 2,7 Prozent
Steigende Inflation und geopolitische Risiken halten die Märkte im Spannungsfeld zwischen Erholung und Unsicherheit.
Das Handelsgeschehen im DAX wird weiter maßgeblich von den Nachrichten aus dem Nahen Osten bestimmt. Heute haben die Worte des US-Präsidenten über den fortschreitenden Verhandlungserfolg mit dem Iran die Stimmung zumindest mal wieder etwas aufgehellt. 12 von 15 Punkten im Forderungskatalog seien bereits erfolgreich verhandelt, hieß es aus dem Weißen Haus. Der Wahrheitsgehalt und die tatsächlichen Fortschritte in den Gesprächen lassen sich allerdings nicht wirklich verifizieren.
Alles in allem bleibt die Marktlage schwierig. Es ist weiterhin kaum abzuschätzen, wie schnell sich die steigenden Energiepreise in den Teuerungsraten zeigen werden und wie teuer Öl noch werden kann. Eines ist aber sicher: Die zerstörte Infrastruktur im Nahen Osten wird mit großer Sicherheit einen schnellen disinflationären Trend verhindern.
Im März ist die Inflation in Deutschland bereits wieder auf 2,7 Prozent angesprungen. In Anbetracht der stark gestiegenen Energiepreise hätten die Verbraucherpreise aber auch über das Niveau von drei Prozent klettern können. Nun muss sich zeigen, ob die preisdämpfenden Wirkungen im April ihre Gültigkeit behalten. Die Gefahr eines Inflationsschocks kann nicht von der Hand gewiesen werden. Parallelen zur Zeit nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind erkennbar.
Derzeit helfen dem DAX das eher geringe Handelsvolumen und der dadurch abnehmende Verkaufsdruck. Noch ist es aber zu früh, um Entwarnung geben zu können. Sollte es zu einem Einsatz von US-Bodentruppen im Irankrieg kommen, müsste sicherlich ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.

Wochenbericht – Montag, 30. März 2026
Geopolitik und steigende Energiepreise halten die Märkte in Atem – der DAX bleibt im Spannungsfeld aus Risikoaversion, Inflation und Zinsunsicherheit.

