
Jahresausblick 2026: Erschöpfter DAX - die Stunde der zweiten und dritten Reihe
Der DAX tritt auf der Stelle – doch 2026 könnte die Stunde der zweiten und dritten Reihe schlagen.
Der DAX ist festgefahren. In den vergangenen sieben Monaten bewegte sich der Index in einem engen Bereich zwischen 22.943 und 24.357 Punkten, einer Spanne von nur 7,5 Prozent. Diese Stagnation hat zur Bildung von bärischen Divergenzen geführt, was auf eine Erschöpfung des zugrunde liegenden primären Aufwärtstrends hindeutet.
Dafür gibt es drei Gründe:
Hohe Bewertungen: Das aktuelle KGV des Index liegt bei 21, verglichen mit einem historischen Durchschnitt von etwa 15.
Geopolitische Zwänge: Der Index ist gefangen zwischen aggressiver Konkurrenz aus China und der Belastung durch US-Zölle.
Finanzierungskosten: Der Anstieg der Renditen wirkt sich direkt auf einen Index aus, der stark auf kapitalintensive Sektoren wie Automobil, Versorger und Chemie ausgerichtet ist.

DAX-Wochenchart mit TRIX-Indikator, via TradingView, Stand: 18.12.25
Das "Sondervermögen": ein Gamechanger für Deutschland, aber nicht für den DAX
Die deutsche Regierung hat die Verfassung reformiert, um die Schuldenbremse auszusetzen, und ein massives Konjunkturpaket (Sondervermögen) im Wert von 500 Milliarden Euro verabschiedet. Ziel ist es, das Land durch wichtige Investitionen in Verkehr, Digitalisierung und Energie zu reindustrialisieren und gleichzeitig nachhaltige Verteidigungsausgaben von über 2 zwei Prozent des BIP zu garantieren.
Die Auswirkungen auf die Rentenmärkte waren unmittelbar. Die Rendite deutscher Bundesanleihen stieg um 50 Basispunkte und stabilisierte sich angesichts einer Welle von Anleiheemissionen, die zur Finanzierung des Haushaltsdefizits erforderlich waren, bei etwa 2,9 Prozent. Diese „Welle“ traf auch die Spreads von Unternehmensanleihen, wobei der Industriesektor besonders stark betroffen war, wie die Performance der iBoxx-EUR-Indizes zeigt.
Da DAX-Unternehmen etwa 80 % ihrer Einnahmen außerhalb Deutschlands erzielen, werden sie nicht die ersten direkten Nutznießer dieses Plans sein. Sie sind jedoch von erheblichen indirekten Auswirkungen betroffen: Als Index mit hoher Kapitalintensität und erheblicher Hebelwirkung reagiert er extrem empfindlich auf steigende Finanzierungskosten.
Schlägt 2026 die Stunde für MDAX und SDAX?
Kleine und mittelständische Unternehmen (MDAX und SDAX) bilden das Herzstück der heimischen Wirtschaft und sind diejenigen, die wirklich vom Sondervermögen profitieren. Nach der Ausschreibungs- und Projektgenehmigungsphase beginnen nun die Auszahlungen an die Unternehmen. Nach Angaben der Institute ifo und ZEW wird das größte Volumen an realen Ausgaben voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 getätigt.
Bankhäuser wie Oddo BHF und Berenberg prognostizieren für 2026 ein Wachstum der MDAX-Gewinne (EPS) um etwa 30 Prozent – ein starker Katalysator für Indizes, die mit historischen Abschlägen gehandelt werden. Laut STOXX-Daten sind die Kurs-Umsatz-Verhältnisse (KUV) und Kurs-Buchwert-Verhältnisse (KBV) für den SDAX (0,6x und 1,1x) und den MDAX (0,6x und 1,5x) deutlich niedriger als die des DAX (1,1x und 2,1x).
Es scheint, als stünden die Sterne günstig für eine Wiederbelebung von „Little Germany“: Jetzt müssen nur noch der Erfolg des Plans und eine Verbesserung der aktuellen Lage folgen.

MDAX (rot, rechte Achse) und ZEW-Konjunkturerwartungen (blau, linke Achse), via TradingView, Stand: 18.12.25
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