DAX testet die runde Marke – Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe
Neue Spannungen im Nahen Osten, steigende Ölpreise und wichtige US-Daten sorgen beim DAX für erhöhte Nervosität.
An der Börse kommt wieder Nervosität auf nach den erneuten militärischen Auseinandersetzungen im Iran. Gleichzeitig geht das Ping-Pong an der Nachrichtenfront weiter, und so bestimmen die Schlagzeilen mit zu den Verhandlungen weiter das Geschehen an der Börse. Die Entwicklung im Nahen Osten geht auch nicht spurlos an den Rohstoffmärkten vorbei, schickt die Rohölpreise wieder in Richtung 100 US-Dollar und drückt die Notierungen bei den Edelmetallen Gold und Silber.
Als wenn das nicht genug wäre, kommen auch die Quartalszahlen des SAP-Konkurrenten Salesforce nicht gut an. Das Unternehmen hat die Gewinnerwartungen verfehlt, die Aktie notiert im nachbörslichen Handel schwächer. Man wird das Gefühl nicht los, dass der Aktienmarkt, speziell in den USA, zu weit und zu schnell nach oben gelaufen ist und eine Konsolidierung nur noch eine Frage der Zeit ist.
Der DAX läuft den Vorgaben von der Wall Street tendenziell hinterher und somit liegen vor dem Handelsstart 36 der 40 Unternehmen in der Verlustzone. Lediglich die Aktien der Münchener Rück, von Adidas, Fresenius und Rheinmetall können noch ein leichtes Plus vorweisen.
Der heutige Handelstag dürfte mit den Arbeitsmarktdaten, den Zahlen zum Wirtschaftswachstum, den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter, den Konsumausgaben und der PCE-Kernrate aus den USA makroökonomisch sehr interessant werden.
Der Zahlenreigen kann heute Nachmittag ordentlich Dynamik in den Handel bringen, da er potenziell alle wichtigen volkswirtschaftlichen Fragen triggert. Insbesondere die Kombination aus Wachstum und Preisentwicklung in den USA birgt eine Menge Sprengstoff in sich. Denn das Thema Stagflation ist noch nicht vom Tisch. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelspanne zwischen 25 000 und 25 350 Punkten bewegen.

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