DAX im Minus erwartet – Hoffnung auf schnelles Kriegsende schwindet

Anleger bleiben nervös: Kriegssorgen im Nahen Osten, steigende Energiepreise und Unternehmenszahlen drücken auf die Stimmung am Aktienmarkt.

CMC Analysts picture Andreas Lipkow-small
verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Der DAX wird zum heutigen Handelsstart leicht im Minus bei rund 23 450 Punkten erwartet.

Die Stimmung am Aktienmarkt bleibt aus Sorge vor einem längeren Krieg im Nahen Osten angespannt. Weiter steigende Energiepreise werden zu einer echten Bewährungsprobe für Inflation und Wachstum. Sind zu Wochenbeginn noch einige Marktteilnehmer von einem kurzfristigen, nur Tage dauernden Krieg ausgegangen, zeichnet sich mit jeder neuen Nachricht ein vollkommen anderes Bild ab.

Auch in Asien gerieten die Aktienmärkte in Japan und Südkorea erneut unter Abgabedruck. Die Börsen in China profitieren derzeit noch von einer Rohölversorgung durch den Iran und können sich so dem Verkaufsdruck entziehen.

Wie nervös die Investoren derzeit sind, lässt sich auch an der Reaktion auf die Zahlen des US-Technologieunternehmens Adobe ablesen, dessen Aktien nachbörslich zeitweise fünf Prozent abgaben, obwohl die Ergebnisse den Erwartungen entsprachen. Lediglich der kommunizierte Abgang des CEO drückte auf die Gemüter. Adobe galt lange Zeit als klassischer KI-Verlierer, konnte aber den Mutmaßungen in den vergangenen Quartalen eindrucksvoll widerstehen.

Im DAX dürften heute die Jahreszahlen von Mercedes-Benz eine Rolle spielen. Nach vielen guten Jahren sieht sich der Autobauer nun mit einem deutlich verschlechterten Marktumfeld konfrontiert. Ähnlich wie die Konkurrenz BMW und Volkswagen wollen auch die Stuttgarter in Zukunft weniger auf Oberklassemodelle setzen als viel mehr in die Marktbreite gehen und alle Preiskategorien abdecken. Das dürfte sich allerdings negativ auf die Margen im Konzern auswirken.

Auch am Freitag wird die geopolitische Nachrichtenlage das Handelsgeschehen bestimmen. Makro- und mikroökonomische Daten rücken in den Hintergrund. Die Inflations- und Konjunkturgefahren sind derzeit überbordend.

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