Vorteile des Optionshandels

Der Optionshandel ist für seine vergleichsweise komplexe Struktur und die Vielzahl möglicher Strategien bekannt. Ob Sie eine bestehende Anlage absichern oder gezielt auf Marktvolatilität setzen möchten: Optionen können Tradern unterschiedliche potenzielle Chancen bieten.

Jetzt testen

Konto eröffnen

Vorteile von Optionen

Historisch wurden Optionen in verschiedenen Kulturen genutzt, um Preise für Waren oder Rohstoffe zur zukünftigen Lieferung abzusichern.

Zu den zentralen potenziellen Vorteilen des Optionshandels zählen:

  • Vielfalt an Strategien: Unabhängig von Ihrem Handelsstil bieten Optionen eine breite Palette an Strategien für unterschiedliche Risikoprofile und Markterwartungen.

  • Risikobegrenzung: Ihr potenzieller Verlust ist im Voraus bekannt – beim Kauf einer Call- oder Put-Option ist der maximale Verlust auf die gezahlte Prämie begrenzt.

  • Hebelwirkung: Der Handel von Optionen über CFDs ermöglicht es, mit dem Einsatz einer Margin ein größeres Marktengagement einzugehen, ohne den zugrunde liegenden Basiswert zu besitzen. Dadurch können sowohl potenzielle Gewinne als auch Verluste überproportional ausfallen.

  • Spekulation: Optionen erlauben es, von Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts zu profitieren – unabhängig davon, ob steigende oder fallende Kurse erwartet werden.

  • Absicherung (Hedging): Durch den Handel mit Optionen können Investoren ihr zugrunde liegendes Aktienportfolio gegen nachteilige Kursbewegungen absichern.

Vielfalt an Strategien

Der Optionshandel bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Strategien. Im Folgenden stellen wir vier beliebte Optionsstrategien vor und erläutern, wie sie funktionieren und welche potenziellen Vorteile sie bieten können.

Cash-gesicherter Put

Cash-secured put profit/loss chart showing red loss area below $300 break-even point, green profit area above with horizontal line indicating limited upside.

Bei einer cash-gesicherten Put-Strategie verkaufen Sie eine Put-Option und stellen sicher, dass ausreichend Kapital beziehungsweise Margin vorhanden ist, um die potenzielle Verpflichtung aus der Position abzudecken.

Bleibt der Kurs des Basiswerts über dem Ausübungspreis, verfällt die Put-Option wertlos, und Sie behalten die vereinnahmte Prämie. Fällt der Kurs unter den Ausübungspreis, sind Sie verpflichtet, den Basiswert zum Ausübungspreis zu kaufen, behalten jedoch weiterhin die vereinnahmte Prämie.

Diese Strategie wird teilweise eingesetzt, um bestimmte Markterwartungen abzubilden oder um einen Basiswert potenziell zu einem niedrigeren Preis zu erwerben und gleichzeitig die Prämie zu vereinnahmen.

Gedeckter Call

Frame 47727

Bei einer Covered-Call-Strategie halten Sie eine Long-Position in einer Aktie und verkaufen (schreiben) gleichzeitig Call-Optionen auf diese Aktie. Durch den Verkauf der Call-Option vereinnahmen Sie eine Prämie. Steigt der Aktienkurs jedoch über den Ausübungspreis, ist Ihr Gewinnpotenzial nach oben begrenzt.

Diese Strategie kann zusätzliche Erträge in Form der vereinnahmten Prämie generieren – ergänzend zu möglichen Dividenden oder Kursgewinnen der Aktie – begrenzt jedoch das weitere Aufwärtspotenzial.

Short-Strangle

Frame 47728

Ein Short Strangle besteht darin, eine aus dem Geld liegende Call-Option und eine aus dem Geld liegende Put-Option auf denselben Basiswert mit identischem Verfallsdatum zu verkaufen.

Beim Verkauf einer Option vereinnahmen Sie eine Prämie vom Käufer. Beim Short Strangle erhalten Sie sowohl die Prämie aus der verkauften Call-Option als auch aus der verkauften Put-Option. Die Summe dieser Einnahmen wird als „vereinnahmte Prämien“ bezeichnet.

Der maximale Gewinn dieser Strategie ist auf die vereinnahmten Prämien begrenzt, da dies die einzige Ertragsquelle darstellt. Ein höherer Gewinn ist nicht möglich.

Der maximale Gewinn entspricht den vereinnahmten Prämien und tritt ein, sofern beide Optionen bis zum Verfallszeitpunkt wertlos verfallen. In diesem Fall verfallen beide Optionen wertlos, und Sie behalten die gesamte Prämie als Gewinn.

Verluste können entstehen, wenn sich der Kurs des Basiswerts deutlich in eine der beiden Richtungen bewegt.

Diese Strategie basiert auf der Erwartung eines seitwärts tendierenden Marktes, sofern der Kurs zwischen den beiden Ausübungspreisen bleibt.

Long-Straddle

Frame 47729

Ein Long Straddle liegt vor, wenn Sie sowohl eine Call-Option als auch eine Put-Option auf denselben Basiswert mit identischem Ausübungspreis und demselben Verfallsdatum kaufen. Ein Gewinn kann entstehen, wenn sich der Kurs des Basiswerts deutlich in eine der beiden Richtungen bewegt. Der maximale Verlust ist auf die insgesamt gezahlten Prämien begrenzt.

Diese Strategie ermöglicht es, von starken Kursbewegungen zu profitieren – unabhängig davon, ob diese nach oben oder nach unten erfolgen. Sie stellt somit eine Positionierung auf Volatilität dar und nicht auf eine bestimmte Marktrichtung.

Dies sind nur einige der zahlreichen Strategien im Optionshandel. Jede Strategie weist eigene Besonderheiten auf, die von den jeweiligen Marktbedingungen und den individuellen Zielen des Traders abhängen. Wie bei allen Handelsansätzen ist es entscheidend, die jeweilige Strategie vollständig zu verstehen und die eigene Risikotoleranz zu berücksichtigen.

Risikomanagement

Optionen werden von einigen Tradern genutzt, um Risiken gezielt zu steuern oder zu begrenzen.

Begrenztes Risiko:
Beim Kauf einer Option ist der maximale Verlust auf die gezahlte Prämie beschränkt. Unabhängig davon, wie sich der Markt entwickelt, ist Ihr potenzieller Verlust gedeckelt. Allerdings verfällt eine Option wertlos, wenn sie sich zum Verfallsdatum nicht im Geld befindet. Halten Sie mehrere Optionspositionen, die aus dem Geld verfallen, können sich die Verluste entsprechend summieren.

Schutz vor Kursrückgängen:
Optionen werden häufig zur Absicherung eingesetzt. Ob und in welchem Umfang eine Absicherung wirksam ist, hängt jedoch von Marktbedingungen, Laufzeit und gewähltem Ausübungspreis ab. Beim Kauf von Aktien setzen Trader oft eine Stop-Loss-Order, um Verluste zu begrenzen. Diese wird ausgelöst, wenn der Kurs während der Handelszeiten ein bestimmtes Niveau erreicht oder unterschreitet.

Optionen können – abhängig von ihrer Struktur – ein alternatives Absicherungsinstrument darstellen. Ein vollständiger Schutz vor Marktbewegungen ist jedoch nicht garantiert, da eine Stop-Loss-Order bei unerwarteten Marktbewegungen nicht immer zum gewünschten Preis ausgeführt wird.

Flexibilität:
Mit Optionen können Sie potenziell sowohl von steigenden als auch von fallenden oder seitwärts tendierenden Märkten profitieren. Dadurch eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten zur Diversifikation.

Absicherung (Hedging):
Durch den strategischen Einsatz von Optionen können Sie Ihr Gesamtportfolio gegen nachteilige Marktbewegungen absichern.

Hebelwirkung:
Der Handel mit Optionen ermöglicht es, mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz – der gezahlten Prämie – ein größeres Marktengagement einzugehen. Dadurch können Gewinne bei günstigen Marktbewegungen verstärkt werden. Gleichzeitig werden jedoch auch Verluste entsprechend erhöht, da sie sich auf den gesamten Positionswert beziehen.

Hedging

Eine Long-Put-Option wird häufig mit einer Versicherung gegen fallende Kurse verglichen, in dem Sie bereits investiert sind. Durch den Einsatz von Optionen zur Absicherung (Hedging) lassen sich kurzfristige Risiken reduzieren und potenzielle Verluste begrenzen, wobei je nach Marktentwicklung auch ein positiver Ausgleichseffekt entstehen kann.

Sie können eine Put-Option entweder direkt auf den Basiswert erwerben, den Sie halten, oder auf einen Index, der eng mit Ihrem Portfolio korreliert. Letzteres wird als sogenannte Proxy-Absicherung bezeichnet. Ziel ist es, mögliche Verluste im Portfolio auszugleichen, die durch nachteilige Marktbewegungen entstehen könnten.

Beispiel für die Absicherung mit Optionen

Ihr Anlageportfolio besteht aus einer Position im "Beispiel-Index", der aktuell bei 4.000 € notiert. Nach einer Nachrichtenmeldung erkennen Sie das Risiko eines möglichen Marktrückgangs, der den Wert Ihres Portfolios negativ beeinflussen könnte.

Sie entscheiden sich, dieses Risiko zu reduzieren, indem Sie eine europäische, per Barausgleich abgerechnete Put-Option auf den "Beispiel-Index" erwerben. Der Ausübungspreis der Put-Option liegt bei 3.900 €, das Verfallsdatum drei Monate in der Zukunft.

Der Kontrakt sieht vor, dass Sie – falls der "Beispiel-Index" zum Verfallsdatum unter 3.900 € notiert – Anspruch auf eine Ausgleichszahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Indexstand und dem Ausübungspreis haben. Bleibt der "Beispiel-Index" über 4.000 €, lassen Sie die Option verfallen und verlieren lediglich die gezahlte Prämie.

Fällt der "Beispiel-Index" unter den Ausübungspreis von 3.900 €, wird der Kontrakt zum Verfallszeitpunkt per Barausgleich abgerechnet. Sie erhalten eine Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Stand des "Beispiel-Index" und dem Ausübungspreis. Dieser Gewinn gleicht einen Teil des Wertverlusts Ihres Portfolios aus.

Durch die Zahlung einer Prämie im Voraus haben Sie Ihr Portfolio somit gegen die negativen Auswirkungen fallender Märkte abgesichert und das Risiko fallender Kurse teilweise abgesichert.

Optionen unterscheiden sich von einer Stop-Loss-Order, die automatisch bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus ausgelöst wird. Optionen bieten Ihnen die Wahl, die Position bis zum Verfallsdatum zu halten und abzuwarten, ob sich der Markt erholt.

Risiken und Herausforderungen des Optionshandels

Der Optionshandel basiert darauf, dass sich ein Basiswert innerhalb eines bestimmten Zeitraums in eine erwartete Richtung bewegt.

Insbesondere beim Kauf von Optionen (Long-Positionen) gilt: Entwickelt sich der zugrunde liegende Basiswert nicht wie erwartet innerhalb der vorgesehenen Laufzeit und lässt der Trader den Kontrakt bis zum Verfallsdatum laufen, geht die gezahlte Prämie verloren. Einzelne Verluste mögen überschaubar sein, doch wiederholen sie sich, können sie sich summieren.

Zudem besteht das Risiko, dass externe Faktoren den Optionswert beeinflussen – insbesondere die Volatilität, die sich sowohl auf Long- als auch auf Short-Positionen auswirkt. Eine höhere Volatilität steigert in der Regel den Wert von gekauften Call- und Put-Optionen, da sie die Wahrscheinlichkeit größerer Kursbewegungen erhöht und somit das Gewinnpotenzial steigen lässt.

Für verkaufte Call- und Put-Optionen stellt hohe Volatilität hingegen ein erhöhtes Risiko dar. Sie steigert die Wahrscheinlichkeit signifikanter Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts, wodurch die Option eher im Geld endet und für den Stillhalter Verluste entstehen können.

Umgekehrt führt eine niedrigere Volatilität häufig zu einem geringeren Wert von Long-Optionen, da weniger starke Kursbewegungen erwartet werden. Für Short-Positionen kann dies vorteilhaft sein, da die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass die Option im Geld verfällt – was die Strategie begünstigt, die Option wertlos verfallen zu lassen.

Thumbnail Template (1)

Entdecken Sie unser Optionshandelsprodukt

Erfahren Sie mehr über den Optionshandel bei uns.

cmc markets What is options- thumbnail

Was ist Optionshandel?

Neu im Optionshandel? Erlernen Sie die Grundlagen mit unserem Schritt-für-Schritt-Leitfaden.

options-trading-try-image-1

Optionen auf unserer Plattform

Entdecken Sie, wie Sie auf unserer CFD-Handelsplattform den Handel mit OTC-Optionen für Ihre Tradingstrategie einsetzen können.

CFD-Handel

Bereit, loszulegen?

Eröffnen Sie jetzt Ihr Konto inklusive Sofortzugang zum Demo-Konto mit einem virtuellen Startguthaben von 10.000 €.

Haben Sie Fragen?

Schicken Sie uns eine E-Mail an kundenservice@cmcmarkets.de oder rufen Sie uns an unter +49 (0) 69 22 22 440 00.

(Börsentäglich von 8 bis 20 Uhr)

Loading...
Loading...