DAX wieder zurück auf Los – Friedenshoffnungen erhalten kräftigen Dämpfer

Die Marktstimmung kippt erneut: Öl zieht an, Asien schwächer, der DAX dürfte nervös in den Handel gehen.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Die Euphorie über einen möglichen Frieden im Nahen Osten hat gestern Abend einen kräftigen Dämpfer erhalten. Nach gegenseitigen Angriffen in der Straße von Hormus ließ die Reaktion am Ölmarkt und schließlich auch am Aktienmarkt nicht lange auf sich warten. Die Nordseesorte Brent notiert wieder bei 104 US-Dollar und schickt damit auch den DAX nach der kräftigen Erholung zur Wochenmitte wieder zurück auf Los.

Die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Konflikts ist allerdings noch nicht vollends verschwunden und so zeigten sich die Aktienmärkte in Asien zwar schwächer, können aber noch ein Wochenplus ausweisen. Der Nikkei und der KOSPI‑Index verlieren jeweils nur 1,5 bis 2 Prozent. Der Handel wurde insbesondere von Gewinnmitnahmen bei den Technologieunternehmen geprägt.

Für Europa und den DAX dürfte sich ein ähnliches Bild abzeichnen. Über das bevorstehende Wochenende nimmt das Risiko wieder zu, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Das gilt aktuell sowohl auf der positiven als auch auf der negativen Seite. Die Verhandlungssituation bleibt undurchsichtig und wird sich so schnell auch nicht aufklären.

Die heutige Tagesagenda wird auf der Unternehmensseite von den Quartalszahlen der Commerzbank, Krones und Evonik bestimmt. Auf der Makroseite rücken die US-Arbeitsmarktdaten, die Lagerbestände in den USA und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan in den Fokus. In Frankfurt bahnt sich ein tendenziell nervöser Börsentag mit einer potenziellen Handelsspanne des DAX zwischen 24 300 und 24 600 Punkten an.

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