DAX vor ruhigem Wochenschluss – 60 Tage mehr Zeit für Verhandlungen

Der DAX hält sich über 25.000 Punkten, während neue Verhandlungsspielräume im Nahost-Konflikt und wichtige Konjunkturdaten im Fokus stehen.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Zum Start in der Woche am Feiertag beherzt über 25 000 Punkte gesprungen, ist es dem DAX bislang gelungen, die Marke im Wochenverlauf gegen alle geopolitischen Wirrungen zu verteidigen. Auch zum heutigen Freitag dürfte der Index zunächst über der psychologischen Unterstützung eröffnen.

Die scheinbar in Tippelschritten vorankommenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran führen nun zu einer erneuten Feuerpause von 60 Tagen und geben allen Beteiligten Zeit, die Gemüter erst einmal etwas abzukühlen. Die Ölpreise haben darauf reagiert und sind leicht zurückgekommen. Das dennoch für eine längere Zeit erhöhte Preisniveau dürfte seine Spuren bei den Inflationsentwicklungen hinterlassen, und daher rücken die Preisdaten verstärkt in den makroökonomischen Vordergrund.

In Asien stiegen sowohl der japanische Nikkei als auch der koreanische Kospi-Index auf neue Rekorde. Die Anleger in den USA und Europa verhalten sich dahingehend etwas zurückhaltender und fokussieren sich stur auf das KI-Thema. So gehören erneut die Unternehmen aus dem Halbleitersektor und angrenzenden Branchen zu den bevorzugten Aktien. Das zeigt sich zum Handelsstart des DAX bei Siemens Energy und Infineon, die vorbörslich die Gewinnerliste anführen.

Heute werden die europäischen Verbraucherpreise und die US-Handelsbilanz interessant. Zudem steht der US-Einkaufsmanagerindex auf der Agenda. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 25 100 und 25 400 Punkten bewegen. Ein Anstieg auf die bisherigen Rekordkurse ist vor dem Wochenende eher nicht zu erwarten.

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