DAX mit nur noch kleinem Freudensprung – Wieder einmal soll ein Deal bevorstehen
Der DAX bleibt über 25.000 Punkten stabil, doch Anleger warten weiter auf konkrete Ergebnisse in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.
Der Freudensprung im DAX über die langsam altbekannte Nachricht, ein Deal zwischen den USA und dem Iran stünde kurz bevor, währte genau aus diesem Grund nicht lang. Wie oft stand schon ein Kompromiss in Aussicht und wie oft wurden die Anleger enttäuscht – erst wenn die Unterschrift trocken ist, kann man über eine Neupositionierung am Aktienmarkt nachdenken.
Damit bleiben die Anleger mit Blick auf Nahost in Lauerstellung und bauen trotz der wiederaufflackernden Angriffe weiter auf ein positives Verhandlungsergebnis. Das Handelsvolumen dünnt sich aber dadurch aus und die Kursschwankungen nehmen ab. Es zeichnen sich in einzelnen Sektoren und Branchen Tendenzen für Gewinnmitnahmen ab, die teilweise wieder in andere Sektoren reinvestiert werden.
Die Branchenrotation hält den DAX in einer stabilen Seitenlage oberhalb der 25 000er-Marke. Gesucht waren heute Rüstungsaktien, die in den vergangenen Monaten mit den wachsenden Friedenshoffnungen einen schweren Stand hatten. Unterstützt wurde der DAX insbesondere durch die Kursgewinne der drei DAX-Schwergewichte SAP, Airbus und Rheinmetall.
Aus den am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten lässt sich noch keine Dynamisierung der Inflation erkennen. Der Arbeitsmarkt kühlt sich weiter ab und das Bruttoinlandsprodukt deutet ebenfalls auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums hin. Die Rückgänge liegen jedoch noch im Rahmen und lassen noch keine größeren Wachstumsrisiken aufkommen.
Der Arbeitsmarkt muss weiter beobachtet werden, da sich dieser bereits seit einigen Wochen schwächer präsentiert. Die Auswirkungen auf den Konsum sind noch begrenzt. Wichtig bleiben jetzt die Inflationseindämmung und die Rückführung der Preissteigerung auf die Zielzone der US-Notenbank von zwei Prozent.
Die Investoren werden weiterhin mit Argusaugen auf die Entwicklung im Iran achten und sehnen sich einen Deal herbei. Die weiter hohen Energiepreise können sonst perspektivisch der Inflationsentwicklung in den USA eine unerwünschte Dynamik verleihen. Ähnliche Tendenzen lassen sich bereits in einigen europäischen Staaten erkennen.

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