DAX gerät wieder in den Zoll-Strudel – Aus dem Durcheinander wird endgültig Chaos

Neue Unsicherheit rund um US-Zölle und Handelsabkommen belastet die Märkte – der DAX kämpft erneut um die Marke von 25.000 Punkten.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Als gäbe es nach dem Zolltheater der vergangenen Monate nicht schon genug Verwerfungen im weltweiten Handel, sorgt ein Urteil des Obersten Gerichts in den USA, Trumps vermeintliche Niederlage und sein erneuter Rundumschlag nun für zusätzliche Unsicherheit. Unklar bleibt, welche Zölle weiterhin gelten, wie lange sie Bestand haben und ob Rückerstattungen möglich sind. Diese Unsicherheit führt zunächst zu Nervosität und Abgaben an den Aktienmärkten.

Auch an der Frankfurter Börse prägte zu Handelsbeginn Hektik das Bild, die sich im weiteren Verlauf etwas legte. Bevor der DAX jedoch ein mögliches Anlaufen seines Allzeithochs ins Visier nehmen kann, muss er zunächst den Bereich um 25.000 Punkte behaupten.

Der jüngste ifo-Index signalisiert, dass die deutsche Wirtschaft bislang nur begrenzt an Dynamik gewinnt, sich die Erwartungen jedoch leicht verbessern. Die konjunkturelle Erholung bleibt fragil. Ein deutlicher Anstieg der Ölpreise infolge einer militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran oder neue Zollkonflikte könnten diese zarte Entwicklung erheblich belasten. Zudem fehlt Klarheit über den weiteren Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und der Europäischen Union. Erst in den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, wie stark zusätzliche protektionistische Maßnahmen die wirtschaftliche Erholung beeinträchtigen.

Zur Zurückhaltung trug zudem bei, dass die laufende Handelswoche weitere Impulse bereithält. Neben Quartalszahlen von Nvidia und Salesforce stehen auch Berichte mehrerer DAX-Unternehmen an. Zudem rechnen Investoren mit weiteren Aussagen des US-Präsidenten zur Zollpolitik, die auf eine Wiederherstellung der ursprünglichen Maßnahmen abzielen könnten. Auch wenn die direkten inflationären Effekte begrenzt bleiben dürften, belasten handelspolitische Spannungen das operative Geschäft vieler Unternehmen.

Auf Unternehmensseite gerieten die Aktien von Novo Nordisk deutlich unter Druck. Das dänische Unternehmen enttäuschte mit Daten zur Wirksamkeit eines Kombipräparats. Die Aktie verlor rund 15 Prozent und beschleunigte damit ihren Abwärtstrend. Dagegen verzeichneten Edelmetalle und Rohöl verstärkte Zuflüsse. Die Nachfrage nach als sicher geltenden Anlagen stieg, während Bitcoin unter die Marke von 65.000 US-Dollar fiel.

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