DAX nur kurz über 25 000 Punkten – US-Arbeitsmarkt weiter robust
Starke US-Jobdaten nehmen dem DAX den Schwung und dämpfen die Zinssenkungsfantasie vor dem Wochenende.
Sah es um die Mittagszeit noch so aus, als wolle und könne der DAX die Marke von 25 000 Punkten mit ins Wochenende nehmen, bekam diese Hoffnung mit den Arbeitsmarktdaten aus den USA einen kräftigen Dämpfer.
Der Bericht fiel deutlich besser als erwartet aus und spricht für einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt in den USA. Es wurden 172 000 neue Stellen geschaffen und damit weit mehr als die erwarteten 85 000. Die Arbeitslosenquote verweilt bei 4,3 Prozent.
Damit geht die Fantasie für Zinssenkungen in den USA aus dem Markt. In Anbetracht der zunehmenden Inflationsrisiken durch die hohen Energiepreise wird sich die US-Notenbank eher zurückhalten und abwarten. Die Indizes in New York legten daraufhin den Rückwärtsgang ein und mit ihnen auch der DAX in Frankfurt.
Die positive Grundstimmung der Anleger allerdings scheint sich vor dem Wochenende nicht groß einzutrüben. Damit endet die erste Handelswoche im neuen Börsenmonat Juni verhältnismäßig ruhig und unprätentiös. Der Fokus liegt weiter auf den wenigen Technologiewerten im DAX mit Ausnahme von Infineon. Halbleiterwerte haben nach den deutlichen Kursgewinnen der vergangenen Handelswochen jetzt einen schweren Stand. In Anbetracht der schwierigen geopolitischen Gemengelage haben sich die deutschen Standardwerte in den vergangenen Tagen aber verhältnismäßig gut gehalten.

Handelswoche vom 08. bis 12. Juni 2026
US-Inflation, EZB-Zinsentscheid und geopolitische Risiken könnten die Richtung an den Finanzmärkten in einer der wichtigsten Wochen des Quartals bestimmen.

