DAX erobert 25 000 Punkte zurück – Bayer zwischen Euphorie und Ernüchterung

Der DAX springt über 25 000 Punkte, während die Bayer-Aktie nach Hoffnungen im US-Rechtsstreit stark schwankt.

Mit dem Sprung über das Hoch aus der Vorwoche bei knapp 25 250 Zählern hat sich das technische Bild im DAX wieder deutlich verbessert. Kann der Markt das Niveau in den kommenden Stunden und Tagen halten, rückt auch das Allzeithoch wieder in greifbare Nähe.

Heute setzte sich die Aktienrotation fort und Anleger griffen bei den Verlierern der vergangenen Handelstage zu. Die Schwergewichte Siemens, Siemens Energy und SAP sorgten für einen beherzten Sprung des DAX gleich zu Handelsbeginn über die runde 25 000er-Marke. Jetzt stellt sich allerdings einmal mehr die Frage, ob es sich um eine Bullenfalle oder doch einen nachhaltigen Ausbruch und eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends handelt.

Die rote Laterne trägt heute die Aktie des Leverkusener Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, die in den vergangenen 24 Stunden eine wahre Achterbahnfahrt durchlebt hat. Gestern noch wurden die Papiere in heller Euphorie über eine mögliche Lösung im US-Rechtsstreit gesucht und avancierten mit einem Plus von über acht Prozent zum Tagesgewinner. Heute nun das umgekehrte Bild: Ernüchterung darüber, dass der angestrebte Lösungsweg aus rechtlicher Sicht sehr komplex ist und nicht unbedingt zu einem befriedigenden Ergebnis kommen muss, schickte die Aktie in der Spitze prozentual zweistellig ins Minus.

Es hängt sowohl vom Einigungswillen, der Mehrheit der Kläger in den USA als auch von der Rechtsprechung des zuständigen Gerichts insgesamt ab. Ein Vabanquespiel, dem zwar ein guter Grundgedanke innewohnt, das aber von etlichen Parametern abhängt, die derzeit noch nicht abgeschätzt werden können.

Enttäuschende Quartalszahlen des niederländischen Chemiekonzerns IMCD drückten heute den gesamten europäischen Chemiesektor ins Minus. Im DAX litten insbesondere die Aktien von BASF und Brenntag unter diesem Einfluss. Wesentlich positiver wurden die Quartalszahlen von dem US-Technologieunternehmen Analog Devices aufgenommen, die für Kursgewinne bei den europäischen Konkurrenten Infineon und STMicroelectronics sorgten.

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