DAX zurück über 24 000 Punkten – Friedenshoffnung treibt Kurse
Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs treiben den DAX über 24.000 Punkte, während die Berichtssaison gemischte Signale liefert.
Die Anleger hoffen auf eine baldige Beendigung des Krieges im Iran und folgten heute dem Motto: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Ihr Optimismus beförderte den DAX im Handelsverlauf schließlich wieder zurück über die Marke von 24 000 Punkten. Während sich die positive Grundhaltung nur wenig in den Energiepreisen widerspiegelt, verlieh sie zumindest dem DAX heute wieder etwas mehr positive Dynamik.
Die Berichtssaison startet derweil durchwachsen. Die Quartalszahlen vieler Unternehmen sorgen für Verunsicherung in den entsprechenden Sektoren. Nachdem gestern die Banken durch die Zahlen von Goldman Sachs betroffen waren, konnten heute die Quartalszahlen des Luxuskonzerns LVMH nicht überzeugen. Der französische Konzern bekommt die Konsumzurückhaltung im Modegeschäft zu spüren.
Bei den US-Banken bleibt das Umfeld wechselhaft. Während die Quartalszahlen der Citigroup positiv ankommen, ziehen sich die Investoren bei J.P. Morgan lieber zurück. Das größte US-Geldhaus konnte zwar mit den Ergebnissen überzeugen, bleibt jedoch im Ausblick vorsichtig. Die Aussagen ähneln stark denen von Goldman Sachs von gestern.
Auf die Quartalszahlen von BMW versuchen sich die Investoren noch einen Reim zu machen. Auch diese waren wechselhaft und zeigen auf dem wichtigsten Absatzmarkt in China zwar Schwächen auf, können jedoch auf dem Heimatmarkt überzeugen und deuten hier auf eine Trendumkehr hin.
Von den Erzeugerpreisen aus den USA wurden die Investoren hingegen positiv überrascht. Die Teuerungsrate fiel sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis geringer als erwartet aus und zeigt damit noch keine Preiserhöhungsdynamik. Ob sich die Tendenz auch in den folgenden Monaten fortsetzen wird, muss allerdings abgewartet werden. Die Auswirkungen der gestiegenen Treibstoffpreise werden sich über die Logistikkosten auch mittelfristig in weiteren Bereichen zeigen. Derzeit wirken die KI-Technologien noch leicht deflationär und verhindern eine zusätzliche Belastung durch anziehende Lohn- und Gehaltsforderungen.

DAX weiter zwischen Baum und Borke – Berichtssaison ist gestartet
Der DAX schwankt zwischen positiven US-Vorgaben und wirtschaftlichen Belastungen durch Energiepreise und schwache Konjunkturdaten.

