DAX erholt sich vom Tagestief deutlich – Goldman Sachs spürt Investitionsflaute
Trotz Erholung bleiben geopolitische Risiken und Investitionszurückhaltung zentrale Belastungsfaktoren für den Markt.
Mit der Erholung der Wall Street von den vorbörslichen Verlusten ging es auch mit dem DAX am Nachmittag wieder in Richtung Vortagesniveau. Doch die Situation im Iran und in der Straße von Hormus bleibt weiterhin schwierig. Die Waffenruhe scheint zwar auch nach dem Scheitern der Gespräche zu halten, doch dies kann sich schnell ändern, sollte es bei der angekündigten Seeblockade der USA zu Kampfhandlungen kommen. Derzeit findet ein beiderseitiges Abtasten statt, um auszuloten, wie weit die jeweilige Partei gehen kann.
Die Investoren beobachten diesen Vorgang, fokussieren sich aber zugleich auf die heute mit den Zahlen von Goldman Sachs gestartete Berichtssaison. Die Folgen des Krieges im Nahen Osten zeigen sich nicht nur in den gestiegenen Rohölpreisen und der hohen Volatilität, sondern auch in einer Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen in Bezug auf Finanzierungen und Übernahmen.
Das konnte zumindest als weiteres Marktrisiko aus den ansonsten guten Quartalszahlen von Goldman Sachs abgelesen werden. Im DAX wurden nach den Zahlen die Banken und Versicherungswerte mit auf die Verliererseite gezogen. Die Ergebnisse der Finanzinstitute finden eine hohe Beachtung, da sie gute Einblicke in den Zustand der US-Wirtschaft liefern.
Für den DAX bleibt aber das Niveau der Energiepreise ein primärer Faktor. Die hohe Abhängigkeit der deutschen Industrie von Erdölexporten wird Bremsspuren in den Bilanzen der Unternehmen hinterlassen. In diesem Marktumfeld kommen die angekündigten Warnstreiks bei der Lufthansa überhaupt nicht gut an.

DAX zurück über 24 000 Punkten – Friedenshoffnung treibt Kurse
Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs treiben den DAX über 24.000 Punkte, während die Berichtssaison gemischte Signale liefert.

