DAX springt über 23 000 Punkte – Nahendes Kriegsende mit bitterem Beigeschmack

Die Hoffnung auf ein Kriegsende treibt den DAX nach oben – doch Risiken durch Ölpreise und Unsicherheit bleiben bestehen.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Der DAX dürfte mit einem deutlichen Plus in den heutigen Handel starten und über der Marke von 23 000 Punkten eröffnen.

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs hat bereits gestern die Wall Street deutlich ins Plus gezogen. Die Euphorie schwappte auch nach Asien über und schob sowohl den Kospi als auch den Nikkei kräftig nach oben. Insbesondere Halbleiterwerte wie Samsung Electronics und SK Hynix gehörten zu den Tagesgewinnern. Für einen positiven Grundton in Japan sorgte zudem der Tankan-Report der Bank of Japan.

Für den DAX deutet sich ebenfalls eine sehr feste Handelseröffnung an. Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch. Die Situation nach dem Krieg ist schlimmer als vor dem Krieg und trifft vornehmlich die unbeteiligten Staaten in Europa und Asien besonders hart. Die Rohölpreise bleiben vorerst hoch und es schwebt die Unsicherheit mit, dass es jederzeit zu einer erneuten Eskalation im Nahen Osten kommen kann.

Zur Handelseröffnung in Frankfurt werden alle 40 Unternehmen im DAX im Gewinn erwartet und zeigen die Erleichterung der Investoren gut auf. Heute dürften vorerst wieder Makrodaten in den Fokus rücken, es stehen die ADP-Beschäftigtenzahlen, die US-Einzelhandelsumsätze, der ISM-Einkaufsmanagerindex und die PMI-Preise auf der Agenda. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in der Handelsspanne zwischen 22 900 und 23 350 Punkten bewegen.

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