DAX fängt sich wieder – US-Techs lassen Druck aus dem Kessel
Der DAX stabilisiert sich nach den jüngsten Verlusten, während Anleger auf US-Techs, Halbleiterwerte und neue Inflationsdaten blicken.
Mit den fallenden Kursen in New York kam auch der DAX gestern wieder unter Druck, der sich heute Morgen zunächst auf dem niedrigen Niveau um 24 400 Punkten stabilisieren dürfte. Die etwas festere Handelseröffnung wird von 18 der 40 DAX-Unternehmen getragen, die vorbörslich im Plus notieren. Im Fokus stehen dabei die Aktien von Qiagen und Infineon.
Gewinnmitnahmen sind weiter das Gebot der Stunde, da sich die Stimmung an der Börse wegen zahlreicher schlechter Nachrichten wieder dreht. Die Nervosität steigt, wobei Iran nur das eine Thema ist. Vielmehr sind jetzt die von der KI-Fantasie getriebenen und heißgelaufenen Technologieaktien in den USA in eine Korrektur abgebogen. Insbesondere der Halbleiter-Sektor sorgte gestern an der Wall Street für eine hohe und lange nicht gesehene Volatilität.
An den Börsen in Asien setzte sich diese negative Tendenz fort. Die technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea litten unter Gewinnmitnahmen. Verstärkt wurde der Abwärtstrend durch gegenläufige Konsumenten- und Produzentenpreise in China. Diese deuten auf eine zunehmende Kostenlast bei den Unternehmen hin und könnten sich mittelfristig negativ auf die Gewinne auswirken.
In Europa warten die Anleger jetzt auf die anstehenden US‑Verbraucherpreise heute Nachmittag in den USA. Im Vorfeld der Fed-Sitzung in der kommenden Woche steigt auch in dieser Hinsicht die Nervosität, weshalb die Daten auch die Richtung für den Handelsverlauf in New York vorgeben dürften. Nicht, weil die US-Notenbanker diese zeitnahen Daten direkt mit in ihre Entscheidung einbeziehen, sondern vielmehr als Hinweise, wie sich das konjunkturelle Umfeld in den USA insgesamt entwickelt hat. Es gilt aktuell, die Preistendenz zu beobachten und weniger auf die tatsächlichen finalen Zahlen zu achten.

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