DAX rutscht ins Minus – In New York kommt wieder Verkaufsdruck auf

Der DAX gibt seine Gewinne ab, während Anleger zwischen Konjunktursignalen, geopolitischen Risiken und Verkaufsdruck aus New York abwägen.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Die Anleger an der Frankfurter Börse gehen weiterhin sehr selektiv am Aktienmarkt vor und positionieren sich tendenziell eher vorsichtig. Konnte sich der DAX den überwiegenden Handelstag im Plus halten, musste er sich am Nachmittag allerdings dem Druck von der Wall Street beugen und legte wieder den Rückwärtsgang ein.

Zeitnah kommen einige dicke Bretter auf die Börse zu, die nur schwer zu durchbohren sein werden. Neben den Notenbanksitzungen stehen drei Mega-IPOs ins Haus, die Liquidität aus den Märkten abziehen.

Zudem bleibt die Situation im Nahen Osten fragil und kann sich täglich ändern. Der Iran-Krieg stellt sich weiterhin als ein sehr komplexes und schwer einschätzbares geopolitisches Risiko dar. Die Investoren stehen zwischen Baum und Borke und müssen sich entscheiden, ob sie sich auf die konjunkturellen Entwicklungen und Trendthemen fokussieren oder doch die Risiken aus dem Krieg im Nahen Osten übergewichten.

Die ADP-Daten zum US-Arbeitsmarkt zeigen mit 29 000 neu geschaffenen Stellen eine weiterhin erkennbare Verlangsamung in der US-Wirtschaft an. Das war jedoch größtenteils zu erwarten. Die aus Deutschland vorgelegten Daten in Form des Handelsbilanzsaldos und der Erzeugung im produzierenden Gewerbe sprechen für einen Stabilisierungsversuch auf niedrigem Niveau. Die Handelsbilanz fiel leicht unter den Erwartungen aus und die Produktion verharrt mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Im DAX blieben heute deshalb defensive Branchen vorerst favorisiert.

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