DAX scheitert erneut an der 25 000er-Marke – US-Verbraucherpreise im Fokus

Schwache US-Konjunkturdaten und Inflationssorgen bremsen den DAX vor wichtigen Verbraucherpreisdaten aus den USA.

Der DAX wird am Freitag zur Handelseröffnung bei 24 860 Punkten gesehen.

Die gestern veröffentlichten schwachen US-Arbeitsmarktdaten und Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser zeigen eine erkennbare Abkühlung der amerikanischen Wirtschaft an. Die Zahlen vom Immobilienmarkt erreichten sogar ein Mehrjahrestief. Zusätzlich drücken Befürchtungen über die disruptiven Einflüsse von Künstlicher Intelligenz im Softwaresektor und zuletzt auch im Finanzbereich auf etliche Aktienkurse von Finanz- und Bankaktien.

Der von der Wall Street ausgehende Verkaufsdruck hat sich in Asien aber nur teilweise übertragen. Dort gerieten die Aktienmärkte in China und Japan ebenfalls unter Abgabedruck und schlossen mit Kursverlusten. Die Börse in Südkorea konnte sich dieser Tendenz aber entziehen und stieg erneut an. Halbleiterunternehmen profitieren dort von weiter anziehenden Preisen und ziehen den KOSPI-Index in die Gewinnzone.

Fundamental steht der DAX heute unter dem Einfluss der am Nachmittag anstehenden US‑Verbraucherpreisdaten. Neben den Befürchtungen einer sich abkühlenden US-Konjunktur werden die Anleger sehr genau auf die Preisdaten achten. Zuletzt hat sich in den USA eine Festigung der Inflationstendenzen oberhalb der gesteckten Zielzone von zwei Prozent herauskristallisiert. Das engt den Aktionsspielraum für die US-Notenbank im Hinblick auf Zinssenkungen ein und könnte so einen weiteren Konsumrückgang auslösen. In Europa werden heute die Erwerbstätigenzahlen, das BIP und die Handelsbilanz erwartet.

Aus technischer Sicht hat sich das Bild im DAX wieder etwas verschlechtert, nachdem der Index gestern seinen Versuch, die 25 000er-Marke hinter sich zu lassen, erneut abbrechen musste. Bis zu den Zahlen am Nachmittag dürfte der Markt in eher ruhigen Kursbahnen zwischen 24 750 und 25 000 Punkten konsolidieren.

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