DAX rutscht wieder unter 24 000 Punkte – Anleger weiter zwischen Hoffen und Bangen

Neue Militäraktionen im Nahen Osten drücken den DAX unter 24.000 Punkte. Ölpreis und Inflation bleiben zentrale Risikofaktoren.

Der DAX ist im Tagesverlauf wieder unter die Marke von 24 000 Punkten gefallen. Kurz nach Handelsstart hatten Gerüchte über eine mögliche Verhandlungsbereitschaft des Iran im Hinblick auf das Atomprogramm den Index noch über 24 350 Punkte steigen lassen. Mit weiteren militärischen Aktionen wich dieser Optimismus jedoch rasch der Ernüchterung.

An den Märkten wird zunehmend hinterfragt, wer auf iranischer Seite überhaupt als klarer Verhandlungspartner auftreten könnte. Die Lage bleibt unübersichtlich und dürfte sich mindestens bis zum Wochenende kaum grundlegend verändern.

Die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten sorgt für Zurückhaltung. Gerüchte und Spekulationen erhöhen die Unsicherheit und führen zu fallenden Kursen. Ob sich die europäischen Aktienmärkte zeitnah stabilisieren können oder erneut stärker unter Druck geraten, bleibt offen.

Ein entscheidender Faktor bleibt die Entwicklung des Rohölpreises. Dabei steht weniger das absolute Preisniveau als vielmehr die Trenddynamik im Fokus. Sollten die Notierungen weiter steigen, dürfte die Bereitschaft sinken, Engagements in europäischen Aktien aufrechtzuerhalten.

Investoren fürchten eine Phase dauerhaft höherer Energiepreise, die die Inflation erneut anfachen könnte. Damit würde die noch fragile Konjunkturerholung in Europa gefährdet. In einem solchen Szenario wäre der Handlungsspielraum der Europäischen Zentralbank begrenzt, da Zinssenkungen zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen könnten.

Impulse lieferten am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 213 000 leicht unter den Erwartungen von 215 000. Auch die Importpreise stiegen mit 0,2 Prozent weniger stark als prognostiziert. Die Exportpreise zogen im Februar hingegen etwas stärker an als erwartet.

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