DAX rutscht wieder ab – Gescheiterte Verhandlungen mit Eskalationspotenzial

Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen USA und Iran wächst die Angst vor einer Eskalation – der DAX steht zum Wochenstart unter Druck.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Nach den erfolglos abgebrochenen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran dürfte der DAX mit einem deutlichen Minus in die neue Woche starten. Bereits zu Beginn der Gespräche hatte sich abgezeichnet, dass sich der Verhandlungsweg als schwierig erweisen würde. Zu weit lagen und liegen die Forderungen beider Parteien auseinander.

Nun wollen die USA ihrerseits die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zum Iran hin blockieren. Damit könnte die Situation im Nahen Osten erneut eskalieren und der Schiffsverkehr in der Region komplett zum Erliegen kommen. Unklar ist noch, ob auch russische und chinesische Tanker betroffen sind, die bisher ungehindert passieren konnten.

Die europäischen Aktienmärkte reagieren zwar mit Abschlägen auf die Nachrichten, kehren jedoch noch nicht zu den Ausgangskursniveaus vor der vereinbarten Waffenruhe zurück. Vieles hängt jetzt von den kommenden 24 Stunden ab, in denen sich zeigen wird, ob die Feuerpause weiter hält oder es zu einer Fortsetzung des Krieges kommt.

In dieser Handelswoche beginnt zudem die US-Berichtssaison mit den Quartalszahlen der US-Banken. Die Anleger werden versuchen, einen Seiltanz zwischen den geopolitischen Hürden und den mikroökonomischen Impulsen zu vollziehen. Die heutige Tagesagenda ist mit Blick auf die Konjunkturdaten relativ leer und somit werden die Nachrichten aus dem Nahen Osten das Handelsgeschehen dominieren. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX in einer Handelsspanne zwischen 23 200 und 23 700 Punkten bewegen.

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