DAX noch auf Richtungssuche – KI-Fantasie von Konjunktursorgen erstickt

Unsicherheit durch Krieg, Inflation und Notenbanken bremst die KI-getriebene Marktstimmung.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Die asiatischen Aktienmärkte haben den positiven Schwung aus den USA mitgenommen und in kleinere Kurserholungen umgesetzt. Insbesondere die technologielastigen Börsen wie in Südkorea konnten profitieren.

Zwar würden die Investoren gern eine weiterhin intakte KI-Story verfolgen, die Unwägbarkeiten aus dem Iran-Krieg stehen dem jedoch durch die höheren Energiepreise, die dadurch drohende Inflation und eine mögliche geldpolitische Straffung entgegen. Zudem kann es kurzfristig zu empfindlichen Störungen der Wirtschaftsleistung kommen, wenn der Konflikt in der Straße von Hormus nicht bald gelöst wird. Je länger der Krieg im Iran anhält, desto höher werden die Preisniveaus bei den Energieträgern bleiben.

Eine einfache Rechnung, die auch durch die Notreserve-Freigaben der Staaten nur eingeschränkt beeinflusst werden kann. Zu groß ist der Einfluss der Exportleistung Irans auf dem Ölmarkt im Verhältnis zu den täglichen Versorgungsleistungen aus den Notfalllagern der einzelnen Länder.

Die Marktteilnehmer schauen bereits ab heute auf die anstehenden Großereignisse in Form der Notenbanksitzungen in den USA, Europa und England. Außerdem dürfte der große Verfallstermin an den Terminbörsen am kommenden Freitag bereits zur Wochenmitte seine Schatten vorauswerfen. Im DAX 40 notieren aktuell nur vier Unternehmen im Plus und werden erneut von der Commerzbank angeführt. Auf der Verliererseite drücken Gewinnmitnahmen bei Zalando die Aktien an das Indexende.

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