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Wirecard Aktienkurs – Ist der Ruf mal ruiniert (Update)

Wirecard Aktienkurs – Ist der Ruf mal ruiniert (Update)

Nach dem Dieselgate von Volkswagen und dem Glyphosat-Dilemma von Bayer, erlebt die deutsche Wirtschaft einen neuen Skandal. Die Bilanzierungsvorwürfe gegen Wirecard lesen sich wie ein Krimi und bringen die einstige Erfolgsstory ins Wanken.

Wirecard Aktienkurs

Ursprünglich sollte Wirecard seine vollständigen Ergebnisse für 2019 am 8. April veröffentlichen. Wegen aufkommenden Zweifels an den Geschäftspraktiken des Zahlungsdienstleisters hatte Wirecard eine Sonderprüfung der Bücher für die Jahre 2016 bis 2018 durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG veranlasst, um Klarheit über die Situation zu bekommen. Nachdem KPMG, seine unabhängige Untersuchung, der unkorrekten Rechnungslegung des Unternehmens abschloss wurde der 04. Juni als neuer Veröffentlichungstermin der Bilanz 2019 genannt. Auch dieser Termin wurde schließlich auf den 18. Juni verschoben.

Gestern nun platze die Bombe

Der Abschlussprüfer der Wirecard AG, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft t die Wirecard AG darüber informiert, dass über die Existenz von Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro (dies entspricht in etwa einem Viertel der Konzernbilanzsumme) noch keine ausreichenden Prüfungsnachweise gibt.

Es bestehen Hinweise, dass dem Abschlussprüfer von einem Treuhänder bzw. aus dem Bereich der Banken, welche die Treuhandkonten führen, unrichtige Saldenbestätigungen zu Täuschungszwecken vorgelegt wurden. Der Vorstand arbeitet mit Hochdruck daran, den Sachverhalt in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer weiter aufzuklären.

Sollte heute kein von Wirtschaftsprüfern testierten Jahres- und Konzernabschluss vorlegt werden, könnten Kredite von Banken in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro gekündigt werden.

Vorstandschef Markus Braun versuchte gestern bereits mit sachlicher Stimme den Vorgang zu erklären und sagte: „Wir stehen im Austausch mit dem vor Ort anwesenden Treuhänder. Frühere erteilte Bestätigungen der Banken wurden vom Wirtschaftsprüfer nicht mehr anerkannt. Alle Beteiligten sind um schnellstmögliche Aufklärung bemüht. Ob betrügerische Vorgänge zum Nachteil der Wirecard AG vorliegen, ist derzeit unklar. Die Wirecard AG wird Anzeige gegen unbekannt erstatten."

Die Konkurrenz um Adyen als Nutznießer

Das Schlamassel bei Wirecard ist für die Konkurrenz ein Segen. Zu den Konkurrenten in Europa zählen unter anderem das niederländische Unternehmen Adyen NV sowie die französischen Unternehmen Worldline und Ingenico, die erst vor wenigen Monaten fusionierten.  Weltweit gelten die Firmen Fiserv Inc und Worldpay Inc zu den großen Playern in der Zahlungsdienstleister Branche.

Sie alle profitieren von einem weltweiten Trend: Verbraucher zahlen immer weniger mit Bargeld, wodurch die Volumina von Karten- und Onlinezahlungen rasant steigen.

Durch die starken Kursverluste der letzten Tage wird Wirecard mit nur noch 6,4 Milliarden Euro bewertet. Falls der Konzern, die aktuelle Krise nicht eigenständig meistern kann und die Kunden zur Konkurrenz wechseln sollten, könnten die einzigen verbliebenen Kronjuwelen die Technologie von Wirecard sein. Damit könnte der Konzern auch zum Übernahmekandidat für die Konkurrenz werden.

Wirecard Aktie CFD Chart

Quelle: CMC Markets Plattform 19.06.20

Update Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst CMC Markets Germany GmbH 12:22 Uhr:

Es gibt zwei Dinge, die Wirecard besser hätte machen können:

  • Natürlich keine Unregelmäßigkeiten an der Bilanz aufkommen lassen. Und nachdem sie aufgetaucht waren - klarstellen, dass da etwas nicht stimmt. Stellt sich heraus, dass ein börsengelistetes Unternehmen willentlich an der Bilanz "herumgespielt" hat, kann das ein Todesurteil für das Unternehmen an der Börse sein. Die nur vagen Aussagen des Managements und die durchaus optimistisch klingenden Zwischen-Updates zu den Unregelmäßigkeiten sind eine "rote Flagge", sie sind ein Problem.
  • Gerade um dieses Vertrauen geht es im Kerngeschäft von Wirecard. Kunden von Wirecard müssen ihrerseits Due-Diligence-Prozesse durchlaufen und wenn dabei "rote Flaggen" und Zweifel auftreten, was nach den Erkenntnissen der letzten 25 Stunden durchaus der Fall sein könnte, dann kann Wirecard Kunden verlieren. Die Aktie des Konkurrenten Paypal geht wohl nicht umsonst gerade steil nach oben.

Es gibt aber eine andere Sichtweise: Wirecard ist wie Vorstandsvorsitzender Braun gestern im Video sagte womöglich Ziel einer Art Betrugsmasche geworden. Vielleicht sind es Hacker, die gezielt gegen Wirecard eingesetzt wurden - von wem auch immer angeleitet. Das ist der Strohhalm für Anleger: Wenn es sich um einen Hackerangriff handelt, dann wäre Wirecard-Gate ein diplomatisches Problem, das Wirecard nicht mehr primär angehen würde. Dass nun selbst das Finanzministerium sich einschaltet und betont, mit der Bafin und Bundesbank an dem Fall zu arbeiten lässt eine weitere Deutung zu, das doch noch mehr dahinter stecken könnte.

Derzeit geht die Börse vom Schlimmsten aus. Die Spekulationen gehen dahin, dass die Aktie vom Handel ausgeschlossen werden könnte, wenn Wirecard eine Schuld oder Mitschuld gegeben werden würde. Anleger, die dann die Aktie hätten, würden vielleicht längere Zeit keinen Preis für ihre Aktie erhalten und würden auch nicht wissen, welchen Preis sie am Ende noch bekommen würden.

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