DAX müht sich weiter nach oben

Halbleiterwerte sorgen für Rückenwind, doch zähe Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie hohe Ölpreise bremsen die Kauflaune.

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verfasst von
Andreas Lipkow

Chef-Marktanalyst


Dem DAX steht ein positiver Wochenabschluss bevor, vorbörslich notiert der Index bei rund 24 830 Punkten und damit leicht im Plus.

Die Anleger trauen sich weiter nur mit sehr viel Vorsicht und einigen Vorbehalten aus ihrer Deckung. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gehen nur schleppend voran und es gibt immer noch einige Reizthemen, die als Showstopper gelten.

Am Aktienmarkt legen die Halbleiterunternehmen erneut einen höheren Gang ein und ziehen die Indizes zum Wochenschluss weiter nach oben. Die Quartalszahlen von Nvidia haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und neue Kursfantasie für die gesamte Branche geweckt.

In Asien konnte der Nikkei über 2,5 Prozent zulegen und neue Rekordkurse erreichen. Dabei halfen besser als erwartete Verbraucherpreisdaten. Auch in China bleibt die Stimmung gut und wird maßgeblich von Kursgewinnen bei den Technologieaktien bestimmt.

Der heutige Handel im DAX dürfte sich eher ruhiger gestalten und das bevorstehende Wochenende auf den Handelsverlauf abstrahlen. Insbesondere die zähen Verhandlungen im Nahen Osten stellen einen schweren Belastungsfaktor dar. Die Spannungen entladen sich immer wieder über die Rohölpreise, die weiter auf einem sehr hohen Preisniveau verweilen. Mit der Ölsorte Brent bei 105 Dollar pro Barrel liegt der Preis immer noch gut 50 Prozent über dem Niveau vor Ausbruch des Irankriegs.

Die heute anstehenden Wirtschaftsdaten dürften wohl lediglich zur Kenntnis genommen werden und kaum Einflüsse auf die Handelsaktivitäten zeigen. So werden in Deutschland der ifo-Index und das GfK-Konsumklima erwartet. Am Nachmittag kommen aus den USA die Frühindikatoren und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Aus technischer Sicht könnte sich der DAX heute in einer Handelsspanne zwischen 24 600 und 24 950 Punkten bewegen.

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