DAX muss weiter Federn lassen – Auch Chinas Wirtschaft schwächelt
Nahost-Spannungen, steigende Ölpreise und schwache China-Daten setzen den DAX weiter unter Druck.
Der DAX muss zum Wochenstart weiter Federn lassen und dürfte unter der Marke von 23 800 in den Handel starten. Die Anleger sehen sich einer weiterhin unübersichtlichen und möglicherweise zeitnah eskalierenden Situation im Nahen Osten gegenüber. Es zeichnet sich keine Entspannung ab. Ganz im Gegenteil: Der Ton wird aggressiver und über das Wochenende kam es bereits wieder zu vereinzelten militärischen Auseinandersetzungen in der Straße von Hormus und in Abu Dhabi, die für erneut steigende Ölpreise sorgen.
In Asien nahmen die Investoren in vielen Branchen weiterhin Gewinne mit, insbesondere bei den Technologiewerten sorgte dies für Kursrückgänge. Die heute veröffentlichten Konjunkturdaten aus China fielen schwächer als erwartet aus. Die Industrieproduktion verzeichnete lediglich einen Zuwachs von 4,1 Prozent und lag damit unter den erwarteten sechs Prozent. Auch die Einzelhandelsumsätze im Reich der Mitte fielen mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent hinter den erwarteten zwei Prozent zurück. Es lassen sich eindeutig Stagnationstendenzen in der globalen Wirtschaft feststellen, die primär auf die Störungen der Lieferketten und die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen sind.
Der Kalender für diese Woche ist mit nur wenigen neuen potenziellen Impulsen gefüllt. Lediglich die anstehenden Quartalsdaten des Halbleitergiganten Nvidia am Mittwochabend nach Börsenschluss in New York dürften für Spannung im Vorfeld und Volatilität im Anschluss sorgen. Heute könnte sich der DAX aus technischer Sicht zunächst in einer Handelsspanne zwischen 23 600 und 24 050 Punkten bewegen.

DAX koppelt sich von der Wall Street ab – Ölpreise verharren auf hohem Niveau
Der DAX zeigt sich widerstandsfähiger als die Wall Street, doch hohe Ölpreise und die fragile Nahost-Lage bleiben ein Risiko.

