DAX macht weiter Boden gut – Positive Tendenz in der Berichtssaison
Sinkende Ölpreise und solide Quartalszahlen stützen den DAX, während Luxuswerte deutlich unter Druck geraten.
Die Investoren nahmen heute wohlwollend die Nachricht von US-Präsident Trump zur Kenntnis, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet sein soll. Zudem könnten die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran um einen Waffenstillstand bereits morgen fortgesetzt werden. Die Hoffnungen auf einen zeitnahen und nachhaltigen Frieden spiegeln sich direkt in den Energiepreisen wider und drücken den Preis für die Rohölsorte Brent zurück unter die 100-Dollar-Marke.
Obwohl sich also eine Entspannung abzuzeichnen scheint, bleiben die Anleger insgesamt eher zurückhaltend und vorsichtig. So gehörten heute im DAX insbesondere die Vertreter der defensiven Branchen zu den Gewinnern. Mutiger wurden die Investoren zudem bei den Aktien aus dem Autosektor. Diese können ihre Renaissance fortsetzen, nachdem es gute Nachrichten von Schaeffler und Stellantis gab. Die Banken im DAX können ihren positiven Kurstrend dagegen nicht fortsetzen, obwohl die Quartalsergebnisse der Bank of America und von Morgan Stanley die Erwartungen übertrafen.
Alles in allem lässt sich in der laufenden Berichtssaison aber eine positive Tendenz aus den Quartalszahlen ableiten. So wurden die Ergebnisse von ASML doch noch positiv bewertet und zogen den europäischen Halbleitersektor mit nach oben. Es muss jedoch beobachtet werden, wie sich die Teuerungsraten durch die höheren Energiepreise entwickeln. Die Daten zur europäischen Industrieproduktion fielen etwas besser als erwartet aus und gingen auf Jahressicht um lediglich 0,6 Prozent und nicht wie erwartet um ein Prozent zurück.
Bei den Luxuskonzernen gab es heute einen Kahlschlag. Die Aktien von Hermes und Kering verloren zeitweise zweistellig. Nach den bereits schwachen Ergebnissen von LVMH zum Wochenstart schlugen die anderen beiden großen Unternehmen aus der Luxusbranche in die gleiche Kerbe. Die Quartalszahlen und der jeweilige Ausblick waren nicht überzeugend. Ob das bereits ein Vorbote für das allgemeine Konsumverhalten ist, muss sich noch herausstellen. Der Konsum bleibt in jedem Fall das Zünglein an der Waage der weiteren Konjunkturentwicklung.

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